Inhalt

Erfolgreiches 16. Finsterwalder Kammermusikfestival unter dem Motto »Sehnsucht"
Ausverkauftes Finale mit dem Weimarer Klavierquartett 

Am 22. März 2026 endete das diesjährige Finsterwalder Kammermusikfestival mit einem beeindruckenden Auftritt des „Weimarer Klavierquartetts“. Das Ensemble, bestehend aus Johanna Zmeck (Klavier), Nassib Ahmadieh  (Violoncello), Barbara Seifert (Violine) und Jakob Tuchscheerer (Viola), begeisterte das Publikum beim großen Finale des Festivals im ausverkauften Saal der Kulturweberei. Dargeboten wurden Klavierquartette von Fanny Hensel (geb. Mendelssohn), Dora Pejačević und Robert Schumann, die in ihren Klängen voller Sehnsucht waren und damit dem Motto des diesjährigen Kammermusikfestivals alle Ehre machten.

Eröffnet wurde das Finsterwalder Kammermusikfestival 2026 am 6. März mit dem „Sinopoli Quartett“, einem Streichquartett, das erstmals in der Besetzung um Robert Lis, dem zweiten Konzertmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden, spielte. Höhepunkt des Konzertes war das berühmte „Amerikanische Quartett“ von Antonín Dvorak, das gleich zum Auftakt erklang. Am 8. März folgte das das vierhändige Klavierduo Jost Costa, das sich vor allem mit Franz Schubert und den sehnsuchtsvollen Klängen der Frühromantik auseinandersetzte. Einen besonderen Exkurs bildet der zweite Teil des Konzertes mit einer großen sinfonischen Dichtung von Franz Liszt und den sehnsuchtsvollen Klängen des Impressionisten Claude Debussy.

Am zweiten Finsterwalder Kammermusik-Wochenende erlebten die Gäste am 13. und 15. März das Klaviertrio „accio piano trio“ aus Salzburg, welches zwei Fragmentsätze von Wolfgang Amadeus Mozart vorstellte, sowie das Ensemble „Quatuor Blanc“. Die ungewöhnliche Besetzung des Quartetts um den Geiger und Komponisten Hans-Christian Jaenicke aus Hamburg spiegelte die ganze Variabilität der Kammermusik wider. Mit internationalen Musikerinnen und Musikern an Flügel, Akkordeon, Kontrabass und Violine wurde die berühmte Streicherserenade Antonín Dvoraks in einer Bearbeitung für eben jene Besetzung vorgetragen. Im zweiten Teil des Abends wurde die Sehnsucht nach der Ferne durch die Zeiten und Epochen hinweg mit einem Tango-Concerto deutlich gemacht.

Ganz traditionell gab es auch in diesem Jahr wieder nach dem zweiten Konzertwochenende zwei Kinderkonzerte mit eben jenem „Quatuor Blanc“, zu dem am 16. März vormittags knapp 600 Kinder aus den Schulen und Kitas der Stadt Finsterwalde in die Kulturweberei kamen. Im Mittelpunkt standen diesmal das Akkordeon und der Kontrabass.

Das fünfte Konzert am 20. März hielt einen Liederabend für das Publikum bereit. Der Pianist Frank-Immo Zichner gestaltete gemeinsam mit der Sopranistin Mirella Hagen einen emotional-lyrischen Abend. Lieder von Mendelssohn, Schumann, Schubert, Brahms und Hugo Wolf brachten die sehnsuchtsvollen Momente von Lyrik und Musik zu einer besonderen Einheit zusammen. Unterstützt wurden sie von der Klarinettistin Shelly Ezra.

Die Aufführungen des 16. Finsterwalder Kammermusikfestivals 2026 standen ganz im Zeichen der „Sehnsucht“ – und genau dieses Gefühl konnten die Künstlerinnen und Künstler auf beeindruckende Weise beim Publikum wecken. Schon jetzt laufen die Planungen für das Kammermusikfestival 2027, diesmal unter dem Motto „Virtuos“.

Das Finsterwalder Kammermusikfestival wurde von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ und dem Landkreis Elbe-Elster unterstützt. Weitere Partner waren das Land Brandenburg und die Kulturfeste im Land Brandenburg e.V. sowie zahlreiche Sponsoren und Förderer, für deren Unterstützung sich die Stadt Finsterwalde recht herzlich bedankt.

Weitere Informationen zum Festival unter: www.finsterwalder-kammermusik.de