Tag der Städtebauförderung 2026: Leipziger Straße steht im Fokus der Stadtentwicklung
Der diesjährige Tag der Städtebauförderung führte zahlreiche Gäste in die Leipziger Straße und stellte dort insbesondere die aktuelle Projektentwicklung im Bereich Leipziger Straße 22–24 in den Mittelpunkt.
Den Auftakt der Veranstaltung gestalteten die vier Sänger von Finsterwalde, die anlässlich der Eröffnung des Tages drei eigens gedichtete Strophen vortrugen und damit für einen besonderen Rahmen sorgten.
Zur Begrüßung hob die Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr, Susan Schüler, die besondere Bedeutung des Straßenzuges hervor, der wie kaum ein anderer Geschichte und Gegenwart der Stadt Finsterwalde verbindet. Die gründerzeitlich geprägte Bebauung, die kleinteilige Struktur sowie die Mischung aus Wohnen und Arbeiten prägen das charakteristische Bild dieses innerstädtischen Quartiers.
Gleichzeitig blickte sie auf die Entwicklung seit den 1990er Jahren zurück: erheblicher Sanierungsrückstand, Leerstände sowie ungenutzte und teils ruinöse Gebäude prägten damals das Erscheinungsbild. Durch gezielte städtebauliche Maßnahmen, unter anderem im Rahmen der Städtebauförderung, konnte dieser Entwicklung nachhaltig entgegengewirkt werden.
Ein wesentlicher Meilenstein war der grundhafte Ausbau der Leipziger Straße nach der Aufhebung der ehemaligen Landesstraßenfunktion. Insgesamt wurden rund 1,5 Millionen Euro in die Erneuerung der Infrastruktur investiert, die Maßnahme konnte Ende 2017 abgeschlossen werden. Die positive Entwicklung zeigt sich heute in zahlreichen sanierten Gebäuden, Lückenschlüssen und einer deutlichen Aufwertung des gesamten Straßenbildes.
Die Leipziger Straße hat sich damit zu einem gefragten Wohn- und Arbeitsstandort entwickelt und gilt als gelungenes Beispiel nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Stadt setzt diesen Weg konsequent fort und arbeitet dabei eng mit der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft zusammen.
Auch die Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde mbH, Elke Koinzer, richtete Grußworte an die anwesenden Gäste und unterstrich die Bedeutung der aktuellen Wohnungsbau- und Entwicklungsprojekte für die Innenstadt.
Das neueste Beispiel für die positive Entwicklung der Leipziger Straße ist der derzeit entstehende Neubau der Leipziger Straße 22–24. Dieser wird durch die Wohnungsgesellschaft der Stadt Finsterwalde mbH (WGF) als Bauherrin umgesetzt. Die Vorstellung des Vorhabens erfolgte durch den Leiter Technik der Wohnungsgesellschaft, Daniel Biedenweg, der den Gästen Einblicke in die geplante Entwicklung des Gebäudekomplexes gab. Die Finanzierung des Projektes, dessen Bausumme ca. 6,0 Mio. Euro beträgt, erfolgt über Eigenmittel und Fremdfinanzierung in Höhe von 3,9 Mio. Euro.
Der Tag der Städtebauförderung ist eine bundesweite Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, die jedes Jahr Projekte der Städtebauförderung in den Mittelpunkt stellt und über laufende Stadtentwicklungsprozesse informiert.