Stadt Finsterwalde erhält „Preis für Denkmalpflege  2018“ für die Sanierung des Schlosses

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski ehrt die Stadt Finsterwalde damit für „den gelungenen Spagat zwischen denkmalpflegerischen Grundsätzen und den Anforderungen an eine moderne Verwaltung“.

Bei der Kulturpreisverleihung des Landkreises Elbe-Elster am 15. Februar 2019 gingen die meisten Gratulationen für den gewonnenen Preis in Richtung von Bürgermeister Jörg Gampe, der alle direkt an seinen Kollegen und Fachbereichsleiter für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr, Frank Zimmermann, verwies. „Er und seine Kollegen sind seit zwanzig Jahren dabei, unser Schloss von Grund auf zu sanieren und haben ihm damit einen großen Verdienst erwiesen. Ohne die dauerhafte Nutzung als Verwaltungssitz würde es heute wohl deutlich schlechter aussehen“, lobte der Bürgermeister. 

In der Tat ist die Beziehung zwischen Frank Zimmermann und dem Finsterwalder Schloss ein Paradebeispiel für den Grundsatz „Man sieht sich immer zwei Mal im Leben“. Bereits nach zwei Semestern Studium schrieb er seine Belegarbeit über die ehemalige Raubritterburg- nichtsahnend, dass es später eine der größten Aufgaben seiner beruflichen Laufbahn werden wird. Seit den 90er Jahren wird das Schloss unter seiner Regie mit Mitteln der Städtebauförderung saniert. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, sodass bald wieder alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung darin Platz haben. Während der Arbeiten sind einzelne Abteilungen in der provisorisch genutzten Außenstelle Am Langen Damm untergebracht.

Die lange Sanierungszeit ist durch die umfangreichen denkmalpflegerischen Arbeiten zu erklären, die oft in Konflikt mit der angestrebten Barrierefreiheit und so mancher Auflage des Brandschutzes gerieten.

Die Schätze vergangener Jahre, die sich im ganzen Gebäudekomplex verbargen, sind nun für Besucher sichtbar. Ein durch die Holzvertäfelung verdecktes Wandbild im Sitzungssaal der Stadtverordenten kann bei Führungen besichtigt werden. Zahlreiche historische Wappen zieren das moderne Treppenhaus, das um viel Glas und einen Fahrstuhl ergänzt worden ist. Anspruchsvoll war auch die Aufgabe, die vielen Höhenvorsprünge im Schlosshof anzugleichen, um für Jedermann den Zugang zu allen Fachbereichen im Verwaltungssitz zu gewährleisten. Mit der Reaktivierung der Remise wurde der ehemalige Pferdestall zum repräsentativen Beratungsraum, der Brautpaaren für einen Sektempfang nach der Trauung zur Verfügung steht. Das modernisierte und nach Feng-Shui zertifizierte Trauzimmer erfreut sich ebenso großer Beliebtheit. Mit den archäologischen Maßnahmen konnte das Wissen um die Baugeschichte der Burg- und Schlossanlage erweitert werden.

Interessierte können wochentags von 9-17 Uhr und am Wochenende von 10-17 Uhr den Blick im Schlosshof schweifen lassen und sich unter anderem die am Hinterschloss zu sehende Malerei des Ritters Hans von Pack und seiner Frau anschauen.

 

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Paula Vogel
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