Erneuerte Kirchhainer Straße für Verkehr freigegeben

Gemeinschaftsbaumaßnahme vorplanmäßig beendet

Die erneuerte Ortsdurchfahrt der Landesstraße 60 ist am 1. September im Beisein von Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Dr. Albrecht Klein, dem Vorstandsvorsitzenden des Landesbetriebes Straßenwesen, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister Jörg Gampe und den vier Finsterwalder Sängern feierlich für den Verkehr freigegeben worden.

Damit ist die Gemeinschaftsmaßnahme des Landesbetriebes Straßenwesen, der Stadt Finsterwalde, der Stadtwerke Finsterwalde und des Entwässerungsbetriebes einen Monat vor dem geplanten Bauende fertiggestellt worden.
Neben der Erneuerung der Fahrbahn sowie der Neuordnung der Entwässerung des Abschnittes von der Langobardenstraße bis Zum Fichteplatz mit einem Regenwasserkanal und Versickerbecken durch das Land Brandenburg, hat die Stadt Finsterwalde auf dem etwa einen Kilometer langen Straßenabschnitt in neue Gehwege, in eine Bushaltestelle und in die Erneuerung der Straßenbeleuchtung investiert. Durch den Entwässerungsbetrieb der Stadt ist zwischen den Straßeneinmündungen Langobardenstraße und Zum Fichteplatz ein Schmutzwasserkanal verlegt worden. Damit konnten die letzten Grundstücke an das Kanalnetz angeschlossen werden. Zwischen Fichteplatz und Schillerstraße hat man den vorhandenen Mischwasserkanal durch einen neuen ersetzt. Die Stadtwerke Finsterwalde GmbH hat alle Trinkwasser- und Gasleitungen inklusive der Hausanschlüsse erneuert sowie Medien und Leerrohre für die Breitbandversorgung verlegt. Wenn es die Witterung zulässt, werden auf dem 1000 Meter langen Abschnitt 86 Bäume zur Straßenbegrünung gepflanzt.

Bereits im Jahr 1999 wurde die erste Planungsvereinbarung zwischen der Stadt Finsterwalde und dem Brandenburgischen Straßenbetrieb geschlossen. Im Jahr 2003 wurde die Brücke der ehemaligen Crinitzer Bahn abgerissen, womit für die Betreiber der Niederlausitzer Museumseisenbahn der Finsterwalder Bahnhof nicht mehr erreichbar war. Danach sollte eigentlich der Straßenbau beginnen. Im Jahr 2010 erfolgten die Planungsvereinbarung zwischen dem Landesbetrieb Straßenwesen und der Stadt sowie der Grundsatzbeschluss in der Stadtverordnetenversammlung. Im Herbst 2010 wurden die Anlieger von der Stadt Finsterwalde, dem Landesbetrieb Straßenwesen und den Finsterwalder Stadtwerken über die geplante Baumaßnahme informiert, die in den Jahren 2011 und 2012 ausgeführt werden sollte. Dennoch hat es noch einmal bis zum Jahr 2015 gedauert, bis es zur Umsetzung kam.
„Ich freue mich nun, dass nach beharrlichem Wirken dieses wichtige Verkehrsprojekt umgesetzt werden konnte. Verkehrsinseln und der Radfahrangebotsstreifen werden die Verkehrssicherheit und die Lebensqualität in der Stadt erhöhen. Mein Dank gilt dem Landesbetrieb Straßenwesen, der eine hervorragende Planungs- und Koordinierungsleistung erbracht hat. Damit konnte der Straßenbau einen Monat vorfristig fertiggestellt werden“, sagte Bürgermeister Jörg Gampe. Wie auch am Langen Damm, dessen zweiter Bauabschnitt in wenigen Tagen fertiggestellt sein wird, habe die Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt hervorragend funktioniert. Er verbinde die Hoffnung, dass nun auch die Landesstraße 62 in Richtung Elsterwerda, also die Rosa-Luxemburg- und die Dresdner Straße, als nächstes dringendes Projekt angegangen werden kann. „Vor allem richte ich meinen Dank an die Bauleute, die hier eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Von den Anliegern gab es ausschließlich Lob“. Einige von ihnen ließen es sich nicht nehmen, bei der Straßeneinweihung dabei zu sein. „Die Straße ist toll geworden und die Bauarbeiter haben ein dickes Lob verdient. Viel zu selten wird das gemacht“, sagt Ursula Lausch. Auch Joachim Scherff und Edith Lehmann, Bewohner der Kirchhainer Straße, finden nur lobende Worte. „Das Ergebnis ist hervorragend und über die Bauleute können wir uns nur positiv äußern. Sie hatten immer ein offenes Ohr“, fügten sie hinzu.   
Wie es gute Tradition ist, haben auch die Finsterwalder Sänger eine Liedstrophe zur Straßeneinweihung gedichtet, mit dem Hinweis auf den fehlenden Parkplatz für das Krankenhaus in dem sonst perfekten Gesamtangebot. Erfreulicherweise konnte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski darauf reagieren und den Bau eines Parkplatzes an der Rettungswache ankündigen.
Mit der Baumaßnahme in der Kirchhainer Straße tätigte die Stadt eine Gesamtinvestition in Höhe von 1,4 Millionen Euro.
Die Bauzeit dauerte vom 7. April 2015 bis 31. August 2016. Das geplante Bauende war Ende September. Die DEGAT Planungsgesellschaft war für die Planung und Bauüberwachung zuständig. Die ausführende Baufirma war Matthäi Bauunternehmen GmbH in Großräschen. Die Straßenbeleuchtung wurde von der Firma Buchan Electric errichtet.

Foto: Verkehrsfreigabe für einen weiteren Straßenneubau in Finsterwalde. (v.l.n.r.: Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Staatssekretärin Ines Jesse, Bürgermeister Jörg Gampe und Dr. Albrecht Klein, Vorstandsvorsitzender des Landesbetriebes Straßenwesen)

 

 

 

Sängerliedstrophe zur Verkehrsfreigabe der erneuerten Kirchhainer Straße

 

Wir sind die Sänger von Finsterwalde,

wir leben und sterben für den Gesang.

Dass wir die Sänger sind,

das weiß ein jedes Kind.

Wir leben und sterben für den Gesang.

 

Die Baumaßnahme Kirchhainer Straße

hat heut ein Ende, man glaubt es kaum.

Es war belastend für Finsterwalde,

doch nun erfüllt sich ein großer Traum.

Ein großes Danke allen Akteuren,

das auch den Bürgern zur Recht zusteht.

Nur sehn wir Sänger von Finsterwalde,

dass noch am Krankenhaus ein Parkplatz fehlt.

 

Wir sind die Sänger ...