8. Finsterwalder Kammermusikfestival bringt die nordischen Werke Edvard Griegs zu uns

Am 17. Oktober lüfteten Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh, die die künstlerische Leitung des Festivals inne haben,  das lang gehütete Geheimnis um den Komponisten des 8. Finsterwalder Kammermusikfestivals, das vom 3. März bis zum 21. April 2018 stattfinden wird. Im Jahr 2018 werden die Werke des Norwegers Edvard Grieg (1843 – 1907) das Festival bestimmen, daneben werden auch die Schöpfungen weiterer bekannter Kammermusikgrößen zu hören sein. Zum Eröffnungs- und Abschlusskonzert laden die Organisatoren in die Trinitatiskirche. Die Termine dazwischen finden in lieb gewonnener Tradition im Logenhaus in der Kirchhainer Straße statt. Zu hören gibt es neben dem in Finsterwalde geschätzten und bekannten Weimarer Klavierquartett auch Künstlerinnen und Künstler aus Berlin, Leipzig, Hamburg, Dresden und aus dem Heimatland Edvard Griegs.

Einen schwungvollen Start in das von Jahr zu Jahr beliebter werdende Festival garantiert die Berliner Bläser-Gruppe „Berlin City Brass“. Zehn hauptberufliche Blechbläser aus sechs Berliner Orchestern bringen ihre mitreißenden Klänge unter anderem aus der Deutschen Oper Berlin  und dem Deutschen Sinfonie-Orchester in die Sängerstadt und versprechen nach Wilhelm Busch: „Musik ist angenehm zu hören, doch ewig braucht sie nicht zu währen.“, dass  am 3. März in der Trinitatiskirche auf keinen Fall Langeweile aufkommen wird.

 

Das zweite Festivalkonzert findet in der gewohnten Finsterwalder Kammermusik-Umgebung des Logenhauses statt und bietet ein Duo aus Violine und Klavier. Alexandra Bartoi ist eine gefragte Solisten und Kammermusikpartnerin. Die gebürtige Rumänin lebt seit 2009 in Leipzig und ist seit 2010 festes Mitglied des MDR Sinfonie-Orchesters. Der Pianist an ihrer Seite wird an diesem Abend Andrei Banciu sein, der als Dozent an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar tätig ist und bereits zwei CDs veröffentlicht hat. Gemeinsam werden die beiden Künstler das Publikum am 9. März im Finsterwalder Logenhaus auch, aber nicht nur, mit Kompositionen von Edvard Grieg erfreuen.

Das Trio Abaton gestaltet den Konzertabend am 16. März und trägt sein Versprechen bereits im Namen. „Abaton“ ist Griechisch und bezeichnet einen heiligen Ort, an dem man das eigentlich Ungreifbare spüren und verstehen kann. Maike (Violine) und Ricarda (Klavier) Schmersahl wollen dieses Mysterium gemeinsam mit Johannes Raab (Cello) in den Konzertsaal und die Herzen des Publikums bringen.

Ein weiteres Dreiergespann wird am 23. März zu hören sein. Es besteht aus Kathrin Bäz-Lösch (Flöte) und Daniel Bäz (Fagott), die gemeinsam mit Melanie Bähr (Klavier) das Trio BBB bilden. Die drei Musiker aus Dresden möchten gemeinsam mit ihren Zuhörerinnen und Zuhörern ganz auf die Musik fokussiert sein und alle Gedanken des Alltags darin verlieren.

Am Ostermontag wird Edvard Griegs Herkunft erlebbar – beim norwegischen Liederabend wird die Norwegerin und Mezzosopran-Sängerin Julie-Marie Sundal, begleitet vom Pianisten Johannes Nies, das Publikum in das Heimatland der Festival-Hauptperson entführen. Nach ihrem Studium in Norwegen und den USA führten Gastauftritte die Sängerin und Schauspielerin um die halbe Welt. Neben der Oper ist Julie-Marie Sundal auch im Konzertbereich tätig und auf Liederabenden in Japan, Deutschland, Norwegen und in den USA zu erleben. Johannes Nies ist unter anderem Gewinner des internationalen „Prix d’AmadéO de Piano“-Wettbewerbs und ein Spezialist der Kammermusik auf seinem Instrument.

Zum Abschluss kommen vor allem jene auf ihre Kosten, die sich schon jetzt auf die zukünftige Konzerthalle in Finsterwalde freuen. Das Weimarer Klavierquartett Plus Eins wird in der Trinitatiskirche beim Abschlusskonzert am 7. April unter anderem auf einem echten Steinway&Sons Flügel musizieren. Johanna Zmeck (Piano), Nassib Ahmadieh (Cello), Barbara Seifert (Violine) und Jakob Tuscherer (Viola) werden von Astrid Schütte aus der Staatskapelle Weimar auf der Violine unterstützt.

Ein neues Format, das in diesem Jahr hinzu kommt, verspricht regionale Nachwuchstalente aus der Sängerstadtregion zu fördern: bei Kammermusik junior wird Schülerinnen und Schülern der Kreismusikschule die Gelegenheit gegeben, sich in echter Konzertatmosphäre einem kritischen Publikum zu präsentieren. Bei drei Mittwochskonzerten dürfen sie Bühnenluft schnuppern und Auftrittserfahrungen sammeln.

 

In einer abwechslungsreichen Mischung aus alter und neuer Musik, dargeboten in verschiedenen Besetzungen und Genres zieht sich die Musik Edvard Griegs als roter Faden durch das Festivalprogramm. Das Finsterwalder Logenhaus gibt wie gewohnt den treffenden und gemütlichen Rahmen für die Kammerkonzerte. In den Pausen werden die Gäste mit erlesenen Snacks und Getränken versorgt. Freuen Sie sich auf unterhaltsame musikalische Abende und nette Begegnungen beim achten Finsterwalder Kammermusik Festival.

 

Das Finsterwalder Kammermusik Festival findet 2018 zum achten Mal statt. Seit 2012 verfolgt man die Idee, jeweils einen ausgewählten Komponisten zu porträtieren. Festivalgesichter waren bereits Claude Debussy, Franz Schubert, Richard Strauss, Dmitri Schostakowitsch, Antonin Dvorak und Ludwig van Beethoven. Die künstlerische Leitung haben die beiden Finsterwalder Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh inne. Beide sind Musikpädagogen an der Kreismusikschule Gebrüder Graun, arbeiten als freiberufliche Musiker und sind Mitglieder verschiedener Ensembles, so auch des Weimarer Klavierquartetts. Veranstalter des Festivals ist die Stadt Finsterwalde.

Karten für alle Konzerte gibt es unter www.finsterwalder-kammermusik.de, www.reservix.de, Touristinformation im Rathaus am Markt 1, Finsterwalde.

Kultur und Städtepartnerschaft

Schloßstraße 7/8
03238 Finsterwalde
Frau Jeske 03531 783 502
Schlosshof, Eingang G, Zi. 208

E-Mail: kultur@finsterwalde.de

Dienstag 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr
Donnerstag 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
und nach Vereinbarung

Finsterwalder Kammermusikfestival

>> Website

Rückblick 2017

Beethoven in Finsterwalde

Impressionen 2017