Corona-Maßnahmen: Schärfere Kontaktbeschränkungen ab 28. Dezember

Kontaktbeschränkungen werden verschärft / Brandenburger Verordnung wird heute entsprechend MPK-Beschluss aktualisiert

Auf der gestrigen digitalen Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten (MPK) mit Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach wurden Verschärfungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Ministerpräsident Dietmar Woidke im Anschluss an die Konferenz: „Dieser Schritt ist leider notwendig. Auch in Deutschland nimmt die Omikron-Variante deutlich zu. Zum Beispiel in Großbritannien sieht man, wie stark dadurch die Erkrankungen steigen. Gerade deshalb ist es jetzt notwendig, zügig insbesondere bei den Booster-Impfungen voranzukommen. Sie schützen neben Kontaktvermeidung am besten vor Omikron."

Woidke weiter: „Es besteht die Gefahr, dass demnächst viele Beschäftigte krankheitsbedingt oder aufgrund von Quarantäne-Auflagen nicht im Dienst sein können. Das kann vor allem für die so genannte kritische Infrastruktur hochproblematisch werden. Deshalb müssen dort Notfallpläne aktiviert werden. Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und brauchen weiter engen Schulterschluss aller Beteiligten." Zur kritischen Infrastruktur gehören zum Beispiel Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen und Energieversorgung.

Da das Kabinett die Brandenburger Eindämmungsverordnung bereits mit Beschluss vom 14. Dezember auf die neue und gefährlichere Situation ausgerichtet hat, ergibt sich aus dem gestrigen MPK-Beschluss für Brandenburg nur eine notwendige Änderung - sie betrifft die Kontaktbeschränkung auch für Geimpfte und Genesene: Spätestens ab 28. Dezember sind private Zusammenkünfte - egal ob im Freien oder in Räumen - nur noch bis maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen. Die entsprechende Änderung wird das Kabinett voraussichtlich morgen in einer Sondersitzung beschließen.

Sobald auch nur eine nicht geimpfte bzw. nicht genesene Person an privaten Treffen teilnimmt gilt wie bisher die schärfere Beschränkung: Dann sind Zusammenkünfte auf den eigenen Haushalt oder den eigenen Haushalt zuzüglich zwei Personen aus einem anderen Haushalt beschränkt. Auch hier sind Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ausgenommen.

Weitere Punkte des  Beschlusses, wie die Schließung von Diskotheken und Clubs oder das Ansammlungs- und Feuerwerksverbot an Silvester und Neujahr an bestimmten und durch die Kommunen festzulegenden Plätzen, gelten bereits in Brandenburg.

Woidke bittet weiterhin die Brandenburgerinnen und Brandenburger, die neuen zahlreichen Möglichkeiten zu Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen wahrzunehmen. Woidke: „Auch eine Impfung schützt nicht Hundertprozent vor einer Infektion. Aber die Krankheitsverläufe sind deutlich schwächer. Und die Booster-Impfung bietet einen deutlichen Schutz auch vor der grassierenden Omikron-Variante." Deshalb begrüßt er ausdrücklich die heutige Empfehlung der Ständigen Impfkommission, die Auffrischungsimpfung („Booster") bereits drei Monate nach der zweiten Impfung durchzuführen.

Auch die Impfkampagne im Landkreis Elbe-Elster hat an Tempo zugelegt. Die aktuelle Pandemielage und die damit verbundene Situation in den Hausarztpraxen (Regelversorgung, aktuelle Erkältungssituation, Coronaimpfungen plus Boosterimpfungen) führt diese derzeit an ihre Belastungsgrenzen. Die Kreisverwaltung hat daher zusätzliche regelmäßige Impfangebote in eigener Verantwortung sicher gestellt, um die Arztpraxen etwas zu entlasten. Weitere zusätzliche Impfangebote oder -aktionen sind in Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern, Unternehmen und Hilfsorganisationen enstanden. So wurden kommunale Impfstellen in den Städten Massen, Herzberg und Elsterwerda errichetet. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Landkreises.