Informationen Februar

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

das neue Jahr ist in unserer Sängerstadt traditionell wieder mit Kultur gestartet und das Beste daran ist: die kommenden Wochen werden davon noch mehr bieten. Gleich mehrere „Glücksbringer“ gestalteten das Neujahrskonzert am 13. Januar im Finsterwalder Logenhaus. Kathy Leen & Marcus Günzel begeisterten das Publikum mit Musik aus den 30-40er Jahren, Musical Melodien und so manchem Evergreen, der den Glückssymbolen wie Schornsteinfegern, Kleeblättern & Co. eine Stimme verlieh. Begleitet wurden sie vom Dresdner Salonorchester. Auch in diesem Jahr waren die Karten bereits nach so kurzer Zeit vergriffen, dass eine zweite Vorstellung ermöglicht wurde, die ebenfalls bis auf den letzten Platz besetzt war.

Unter den Zuhörerinnen und Zuhörern schürte das wunderbare Konzert auch die Vorfreude auf das anstehende Kammermusik-Festival, das am 2. März beginnt. Dann bekommen wir wieder mehrfach die Möglichkeit, klassische Musik in unserer Sängerstadt genießen zu dürfen. Auch in diesem Jahr beginnen und beenden wir unser Festival in der Trinitatiskirche, sodass deutlich mehr Karten für diese beiden Konzerte zur Verfügung stehen. Ich lade Sie herzlich ein, schauen Sie dort oder im Logenhaus vorbei und staunen Sie, was Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh, die die künstlerische Leitung des Festivals bilden, in diesem Jahr wieder tolles auf die Beine gestellt haben.

Neben der kulturellen Vielfalt unserer Stadt beeindruckt mich das ehrenamtliche Engagement aller Altersgruppen immer wieder.  Die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde haben uns in diesem Jahr wieder traditionell im Sitzungssaal der Stadtverordneten besucht, um für Kinder in Not zu handeln. 2019 stehen Kinder mit Behinderung im Fokus, die vom gesammelten Geld der Sternsinger profitieren sollen. Ich bin froh und stolz, dass es diese Form der Hilfsbereitschaft von Kindern für Kinder auch in Finsterwalde gibt und danke den kleinen Sternsingern herzlich für ihren Einsatz.

Untrennbar mit dem Wort „Ehrenamt“ in unserer Stadt verbunden, sind die Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr. Zur Jahreshauptversammlung am 25. Januar mussten wir feststellen, dass der mit der Ehrung der Schillermedaille verbundene Wunsch aus 2017 nicht wahr geworden ist. Wir hatten nach dem kräftezehrenden Jahr 2017 auf ein ruhigeres und weniger anstrengendes 2018 gehofft. Das Gegenteil war der Fall, die Zahl der Einsätze hat sich sogar noch einmal drastisch erhöht.  

Die 122 Mitglieder der aktiven Wehr verzeichneten 2018 insgesamt 483 Einsätze, 2017 waren es 327, 2016 „nur“ 188. Was die Kameradinnen und Kameraden neben ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen geleistet haben und nach wie vor leisten, auch der hinter uns liegende Januar war einsatzreich, verdient unser aller Respekt. Getreu ihrem Leitsatz „Retten. Löschen. Schützen. Bergen“ – erfüllten die Kameradinnen und Kameraden um Stadtbrandmeister Michael Kamenz auch 2018 die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr. Dass dabei auch die Jugendarbeit funktioniert, ist natürlich erfreulich, denn ohne Nachwuchs kann unsere Freiwillige Feuerwehr langfristig nicht bestehen. Zur Jahreshauptversammlung trat die neue Stadtjugendwartin Samantha Noack ihren Dienst an. Ich wünsche ihr auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute und viel Erfolg in diesem verantwortungsvollen Amt. Viele Kameradinnen und Kameraden wurden durch Stadtbrandmeister Michael Kamenz befördert und jahrzehntelange treue Dienste in der Feuerwehr geehrt. Für ihr stetes professionelles, schnelles und engagiertes Handeln im Sinne der Sicherheit der Finsterwalder Bürgerinnen und Bürger möchte ich allen Kameradinnen und Kameraden sowie ihren Familien an dieser Stelle einmal mehr „Danke!“ sagen.

 

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

es hat mich sehr gefreut, auch in diesem Jahr der Einladung meines Bürgermeisterkollegen Jean-Pierre Bosino zum Neujahrsempfang unserer Partnerstadt Montataire folgen zu dürfen. In seiner Ansprache bedauerte er, dass die Geburtenstation der nahegelegenen Kreisstadt Creil geschlossen werden soll. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Montataires und der umliegenden Orte wehrt sich mein Bürgermeisterkollege entschieden gegen diesen Verlust. Ich kann mich gut in seine Lage hinein versetzen, denn die Schließung der Geburtenstation in der Finsterwalder Niederlassung des Kreiskrankenhauses war 2007 quasi mein Einstieg in die Politik. Wir haben seinerzeit mit vielen Helferinnen und Helfern Unterschriften gesammelt, diskutiert, gekämpft und letztlich doch verloren. Dass es die Geburtenstation nicht mehr gibt, bedauern viele Finsterwalderinnen und Finsterwalder, ganz besonders vermutlich die Eltern der 149 Babys, die 2018 in unserer Stadt angemeldet, aber eben nicht geboren worden sind. Über den steten Anstieg der Geburtenrate freuen wir uns natürlich trotzdem, denn ein größeres Kompliment an eine Stadt, kann es nicht geben.

Neben dem Neujahrsempfang in Montataire standen auch der Besuch des Schlosses Versailles und einer modernen Müllverbrennungsanlage auf unserem Programm. Als nächstes kommt anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März traditionell wieder eine rein weibliche Delegation aus Montataire zu uns.

 

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

bei Schnee, Glätte und ungemütlichem Wetter kann ich Ihnen immerhin ein wenig Trost versprechen:  Denn umso schöner und wärmer werden Sie die Atmosphäre in der Trinitatiskirche und im Logenhaus empfinden, wenn es wieder Kammermusik-Zeit ist. Ich lade Sie herzlich ein, sichern Sie sich noch Karten für unser Finsterwalder Kammermusik Festival, das am 2. März beginnt und in diesem Jahr die Werke des Komponisten Franz Schubert in den Vordergrund stellt. Es erwarten uns wieder hochkarätige Musikerinnen und Musiker, sodass wir mit den Angeboten in den großen Kulturmetropolen allemal mithalten können. Lassen Sie die Gelegenheit nicht verstreichen. Ich freue mich, Sie in der Trinitatiskirche und im Logenhaus zu treffen. Bleiben Sie gesund und Ihrer Heimat gewogen.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe