Informationen Februar

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

das neue Jahr ist wieder mit viel Kultur gestartet und hält in den kommenden Wochen noch mehr davon bereit. Wir durften zum Jahresbeginn das Neujahrskonzert der Primavera Musik-Show Berlin erleben. Es war ein heiterer Abend mit den schönsten Operettenmelodien, Berliner Witz und Humor, der dem Publikum sehr gut gefallen hat. Ursprünglich war für den 14. Januar nur eine Vorstellung geplant. Die Karten waren jedoch in so kurzer Zeit vergriffen, dass schnell eine zweite ermöglicht wurde, die ebenfalls restlos ausverkauft war. Auch die Aula des Sängerstadt-Gymnasiums war während des Benefizkonzerts für den „Sängerstadt-Flügel“ am 26. Januar voll. Wir durften die wunderbare Musik von Mozart und Weber, dargeboten von fünf Weltklassemusikern, genießen. Asaf Levi (Violine), Yamen Saadi (Violine), Muriel Razavi (Bratsche), Jussef Eisa (Klarinette) und Nassib Ahmadieh (Cello) schürten in vielen Zuhörerinnen und Zuhörern die Vorfreude auf unsere Stadthalle und das anstehende Kammermusik-Festival, das am 3. März beginnt. Dann bekommen wir wieder mehrfach die Möglichkeit, klassische Musik in unserer Sängerstadt genießen zu dürfen. In diesem Jahr beginnen und beenden wir unser Festival in der Trinitatiskirche, sodass deutlich mehr Karten für diese beiden Konzerte zur Verfügung stehen. Ich lade Sie herzlich ein, schauen Sie dort oder im Logenhaus vorbei und staunen Sie, was Johanna Zmeck und Nassib Ahmadieh, die die künstlerische Leitung des Festivals bilden, in diesem Jahr wieder tolles auf die Beine gestellt haben.

Neben kulturellen Höhepunkten, durfte ich wieder einmal bewundern, wie sich Jung und Junggeblieben in Finsterwalde ehrenamtlich engagieren. So besuchten uns die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde auch in diesem Jahr im Schloss, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Dabei stehen 2018 besonders die Themen Kinderarbeit und Ausbeutung von Kindern im Fokus  der weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Ich bin froh und stolz, dass es diese Form der Hilfsbereitschaft auch in Finsterwalde gibt und danke den Kindern für ihre Hilfsbereitschaft und ihr Engagement.

Ebenfalls großes leisteten im vergangenen Jahr die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr unserer Stadt, die bei ihrer Jahreshauptversammlung am 26. Januar ein Resümee zum vergangenen Jahr zogen. Getreu ihrem Leitsatz „Retten. Löschen. Schützen. Bergen“ – erfüllten die Kameradinnen und Kameraden um Stadtbrandmeister Michael Kamenz auch 2017 die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr. Dass sie damit im vergangenen Jahr reichlich zu tun hatten, ist unbestritten. Die 114 Mitglieder der aktiven Wehr verzeichneten 2017 erneut eine extreme Steigerung der Einsatzzahlen. Bereits die 188 Einsätze im Jahr 2016 waren ein trauriger Rekord, der mit 327 Einsätzen im vergangenen Jahr nun bei weitem übertroffen wurde. Was diese Menschen neben ihren beruflichen und familiären Verpflichtungen leisten, verdient unser aller Respekt. Für Ihren unermüdlichen Einsatz wurden sie 2017 auch mit der Louis-Schiller-Medaille, der höchsten Ehrung unserer Stadt ausgezeichnet. Dass neben der Brandbekämpfung und vielen weiteren Aufgaben, auch die Jugendarbeit funktioniert, ist natürlich erfreulich, denn ohne Nachwuchs kann unsere Freiwillige Feuerwehr nicht bestehen. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte die Übernahme von zwei jugendlichen Anwärtern in die aktive Wehr verkündet werden, außerdem gab es einen Neueintritt zu verzeichnen. Daneben wurden viele Kameradinnen und Kameraden befördert und jahrzehntelange treue Dienste in der Feuerwehr geehrt. Bei einem Rückblick auf 2017 wurde allen Gästen und Feuerwehrleuten noch einmal so richtig bewusst, was sie im zurückliegenden Jahr eigentlich alles geleistet haben. Wir denken besonders an den Brand im Haus der Freundschaft zurück, der vielen Finsterwalderinnen und Finsterwaldern schmerzte. Aber auch 2018 begann ereignisreich, so hielt Sturmtief Friederike unsere Feuerwehr in Atem und brachte ihnen jede Menge Arbeit. Vom 18. Bis 19. Januar wurden sie zu 48 Einsätzen gerufen und zeigten auch dort wieder, dass sie professionell, schnell und engagiert für die Sicherheit der Finsterwalder Bürgerinnen und Bürger handeln, wofür ich an den Finsterwalder Kameradinnen und Kameraden sowie ihren Familien dieser Stelle einmal mehr „Danke!“ sagen möchte.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

es hat mich sehr gefreut, auch in diesem Jahr der Einladung meines Bürgermeisterkollegen Jean-Pierre Bosino zum Neujahrsempfang unserer Partnerstadt Montataire folgen zu dürfen. Neben dem Neujahrsempfang standen auch der Besuch der Philharmonie Paris und die Besichtigung der neu gebauten Musikschule Montataire mit integriertem Konzertsaal, an dem derzeit noch fleißig gebaut wird, auf unserem Programm. Bereits im Januar 2017 hatten wir gemeinsam die Baustelle besichtigt. Damals haben wir uns noch über europäische Förderrichtlinien unterhalten, nun ist das Gebäude nahezu fertig.

Wir werden unsere französischen Freunde und weitere Gäste aus den Partnerstädten Eppelborn (Saarland), Finspang (Schweden) und Salaspils (Lettland) auch beim diesjährigen Sängerfest begrüßen dürfen. Außerdem können wir in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Eppelborn feiern. Dazu wird es am 9. Juni ein Stadtfest geben. Bereits am Wochenende davor besucht uns der Instrumentalverein Eppelborn und wird in der Trinitatiskirche musizieren. Sie sehen: es gibt wieder jede Menge zu feiern, sodass es auch in diesem Jahr keinesfalls langweilig werden wird.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

obwohl das „Baustellenjahr 2017“ hinter uns liegt, wird es auch in diesem Jahr nicht ganz ohne gehen. Derzeit baut die Deutsche Bahn an der Erneuerung der „großen Unterführung“. Aus Sicherheitsgründen muss es auch dort Sperrungen und damit einhergehend einige Einschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer geben. Aber Sie, liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder, sind ja baustellenerprobt, sodass ich mir sicher bin, dass Sie trotzdem im Stadtgebiet von Nord nach Süd kommen.

Im „Wettbewerb ZukunftStadt 2030+“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nehmen wir als eine von zwanzig Kommunen deutschlandweit an der zweiten Wettbewerbsphase teil und erarbeiten derzeit unsere Ideen einer zukünftigen Sängerstadt. Dazu haben wir am 25. Januar die bisherigen Ansätze und Ergebnisse in der Alten Weberei diskutiert. Traditionen bewahren und sie in die Zukunft übertragen – unter diesem Leitsatz soll die Alte Weberei in der Oscar-Kjellberg-Straße 9 zum Zentrum der Kreativwirtschaft werden. Die Nähe zur Stadthalle und die bereits dort arbeitenden Künstler bilden die Grundlage für die Idee zum Aus- und Umbau des Gebäudes. Im März wird es einen Foto-Workshop geben, der die Besonderheiten unserer Stadt einfangen und auf Bildern festhalten soll. Interessierte können sich gern noch unter www.zukunftstadt-finsterwalde.de anmelden. Der nächste Stadtdialog, zu dem ich Sie an dieser Stelle bereits einladen möchte, findet voraussichtlich Mitte April statt. Dort wird dann der aktuelle Stand besprochen. Wir sind auf Ihre Meinungen und Ihre Kritik angewiesen, sodass ich mich sehr freuen würde, viele „Zukunftsdenkerinnen und –denker“ dort begrüßen zu dürfen.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

noch ist es draußen kalt und ungemütlich. Umso schöner werden wir es uns in den kommenden Wochen drinnen machen. Ich lade Sie herzlich ein, sichern Sie sich noch Karten für unser Finsterwalder Kammermusik Festival, das am 3. März beginnt und in diesem Jahr die Werke des Komponisten Edvard Grieg in den Vordergrund stellt. Es erwarten uns wieder hochkarätige Konzerte, die mit den Angeboten in den großen Kulturmetropolen allemal mithalten können. Lassen Sie die Gelegenheit nicht verstreichen. Ich freue mich, Sie in der Trinitatiskirche und im Logenhaus zu treffen. Bleiben Sie gesund und Ihrer Heimat gewogen.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe