Informationen Januar

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

auch im Jahr 2019 hatte ich die besondere Ehre, gemeinsam mit unserem Stadtverordnetenvorsitzenden Andreas Holfeld die Louis-Schiller-Medaille als Auszeichnung für besonderes bürgerschaftliches Engagement vergeben zu dürfen. Traditionell findet die Verleihung im Rahmen unseres gemeinsamen Jahresabschlussempfanges mit den Stadtwerken und der Wohnungsgesellschaft statt, zu dem wir auch in diesem Jahr Gäste aus unseren Partnerstädten Montataire, Salaspils und Eppelborn begrüßen konnten. Mit der Bürgerverdienstmedaille unserer Stadt ist 2019 Angela Schmidt geehrt worden, die seit dreißig Jahren die finanziellen Geschicke des Sängerfestvereins leitet.

Der Beitrag von Frau Schmidt und ihren Vereinskollegen wird für die meisten von uns nur aller zwei Jahre wirklich sichtbar, dann jedoch auf eine Art und Weise, die die gesamte Stadt für mehrere Tage einnimmt. Die Rede ist natürlich von unserem Sängerfest, das regelmäßig mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher in unsere Stadt bringt und für das unsere Sängerstadt überregional bekannt ist. Ihre Kolleginnen und Kollegen im Sängerfestverein beschreiben Angela Schmidt vor allem mit einer Eigenschaft: „unersetzbar“. Ich wünsche ihr, dass sie auch in Zukunft die nötige Unterstützung aus ihrem Familien- und Freundeskreis erhält, um diesem fordernden Ehrenamt weiterhin gerecht werden zu können.

Für ihr herausragendes Engagement habe ich ihr bei der Verleihung der Schillermedaille am 6. Dezember im Namen der Stadt Finsterwalde gedankt. Diesen Dank möchte ich aber auch all denjenigen sagen, die ebenfalls mit großem persönlichem und zeitlichem Aufwand in den Sportvereinen, Chören, Verbänden und weiteren Ehrenämtern Tag für Tag ihren Beitrag dazu leisten, dass wir in einer attraktiven, von einem vielfältigen sportlichen und kulturellen Leben geprägten Stadt wohnen dürfen.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

gemeinsam mit unseren beiden städtischen Gesellschaften, den Stadtwerken und der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde, können wir für 2019 ein positives Resümee ziehen. Die beiden Unternehmen haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich, sodass ich den Geschäftsführern Andy Hoffmann, Jürgen Fuchs und Elke Koinzer für ihre gute Arbeit gedankt und sie gebeten habe, diesen Dank unbedingt auch an ihre Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben. Sie sorgen mit ihrer täglichen Arbeit im Hintergrund für ein sehr gutes Wohnen und Arbeiten hier bei uns in der Sängerstadt. Die Wohnungen der Wohnungsgesellschaft und das Glasfasernetz der Stadtwerke, das wir Stück für Stück erweitern, bedeuten ein enormes Plus für die Lebensqualität in unserer Stadt.

Besonders durch den eigenständigen Ausbau unseres Glasfasernetzes, den wir ohne jede Unterstützung von Fördermitteln realisiert haben und weiter realisieren werden, nehmen wir im Land Brandenburg eine Vorreiterrolle ein. Dabei ist es mir besonders wichtig, dass nicht zwischen dem Stadtzentrum, Nord oder Süd und unseren beiden Ortsteilen Sorno und Pechhütte unterschieden wird. Unabhängig davon, wie dicht man Tür an Tür wohnt: das Angebot eines Glasfaser-Anschlusses ist in der gesamten Sängerstadt Finsterwalde für alle Bürgerinnen und Bürger gleich!

 

Ein besonderes Dankeschön richte ich auch im Rückblick auf 2019 an alle Kameradinnen und Kameraden unserer Freiwilligen Feuerwehr. Sie haben in diesem Jahr wieder mit vielen Einsätzen zu kämpfen gehabt und unsere Stadt durch ihr stets professionelles und umsichtiges Eingreifen vor Unheil bewahrt, ich glaube uns allen sind noch die dicken Rauchschwaden über der Stadt im Gedächtnis, als die Bürgerheide brannte. Die Spuren sind bis heute sichtbar.

Politisch liegt ein ereignisreiches Jahr 2019 liegt hinter uns. Seit den Kommunalwahlen im Mai und den Landtagswahlen im September hat sich einiges verändert, das haben wir spätestens in den letzten Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung deutlich zu spüren bekommen. Der Umgangston ist deutlich rauer geworden und die Polemik nimmt zu. Es ist schon bisweilen merkwürdig anzuschauen, nur gegen etwas zu sein und keine eigenen Vorstellungen für die städtische Entwicklung im Fokus zu haben.

Auch ein anderer Trend geht weiter: Es ist kaum noch eine Baufirma zu bekommen! Da ist es umso erfreulicher, dass die baulichen Vorbereitungen für unsere Finsterwalder Stadthalle bisher reibungslos verlaufen. Die Erschließungsstraße zum Gelände ist fertiggestellt und auch die Abrissarbeiten stehen sowohl im Zeit- als auch Kostenplan.

Auch in und an unseren drei Grundschulen haben wir die Investitionen in diesem Jahr fortgesetzt. Die dicken Brocken folgen jedoch erst 2020/2021.

So ist für die Grundschule Nehesdorf ein Erweiterungsbau vorgesehen, da die bisher vorhandenen Räume nicht mehr ausreichen. Hier planen wir für die kommenden Jahre mit Investitionskosten von über 3 Mio. Euro. Auch die Grundschule Stadtmitte erhält ein zusätzliches Gebäude und wird mit einem Fahrstuhl versehen, sodass das Schulgebäude nach Abschluss der Arbeiten vollständig barrierefrei nutzbar sein wird. Der Einbau des Fahrstuhls, besonders im Altbau, stellt dabei eine große bauliche Herausforderung dar.

In der Grundschule Nord wurde ebenso fleißig gewerkelt, auch hier ist noch für dieses und nächstes Jahr geplant, einen Fahrstuhl für die Barrierefreiheit anzubauen.  Auch für den Ergänzungsbau an der Kita „Sängerstadt“ liegt der Zuwendungsbescheid bereits vor. Die Baustelle des Kreisels an der „großen Unterführung“ wird uns leider noch bis ins Frühjahr begleiten. Die Pflaumenallee dagegen ist planmäßig fertig geworden und wird bereits genutzt.

Obwohl es in den vergangenen Jahren zum Trend geworden ist, vor allem negative Schlagzeilen zu verbreiten und sich an allem aufzuhalten, was nicht gut gelaufen ist, möchte ich Ihnen einen positiven Rückblick auf 2019 geben und einige Höhepunkte nennen:

Im Februar durfte ich gemeinsam mit unserem Bauamtsleiter Frank Zimmermann den Kulturpreis des Landkreises Elbe-Elster entgegennehmen. In der Kategorie „Denkmalpflege“ wurden wir für die Sanierung des Schlosses ausgezeichnet. Das Ergebnis präsentieren wir Ihnen am 15. Mai 202. Ich lade Sie schon jetzt recht herzlich dazu ein. Gemeinsam mit seinen Kollegen ist es unserem Bauamtsleiter gelungen, unser Schloss über zwanzig Jahre hinweg von Grund auf zu sanieren und ihm damit einen großen Verdienst zu erwiesen. Dabei bestand die Schwierigkeit vor allem im Spagat zwischen dem Bewahren des historischen Charakters, den Ansprüchen an eine moderne Verwaltung und den Brandschutz-Anforderungen.

Im Mai durften wir uns gemeinsam mit den Stadtwerken über die vielen Teilnehmer freuen, die beim Arbeitseinsatz im Freibad angepackt haben, obwohl das Wetter so unfreundlich war wie noch nie. Daran können wir sehen: die Finsterwalderinnen und Finsterwalder schätzen ihr Freibad sehr.

Mit den Tagen der „offenen Gesellschaft“, die Anfang August in unserer Sängerstadt stattfanden, konnten wir bundesweite Aufmerksamkeit erregen. Denn als einzige Kleinstadt auf der Tour mussten wir uns mit unserem Programm und dem vielfältigen Engagement der ehrenamtlichen Akteure nicht hinter großen Städten wie Bochum, Passau und Erfurt verstecken. 

Unser Tierpark hat bereits im Oktober die 30.000-Besuchermarke geknackt und kann sich somit auf das Jahr 2020 freuen. Dann werden wir sein 50. Jubiläum mit zahlreichen Festen und Aktionen feiern.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

seit Jahren freuen wir uns in der Sängerstadt über eine steigende Geburtenrate und volle Kitas und Grundschulen. Ein größeres Kompliment, als Kindern in unserer Stadt ein Zuhause geben zu wollen, können uns unsere Bürgerinnen und Bürger eigentlich nicht machen. Das ist eine wunderschöne Momentaufnahme, auf der wir uns aber nicht ausruhen werden. Sie macht Lust, noch mehr zu erreichen und den positiven Trend zu halten. Ich lade Sie herzlich ein, nehmen Sie den positiven Schwung aus 2019 auch mit in das neue Jahr und freuen Sie sich vor allem auf das Sängerfest 2020. Ich bin mir sicher, dass unsere frischgebackene Schiller-Medaillen-Trägerin und ihre Vereinskollegen wieder ein tolles Programm vorbereitet haben und freue mich schon darauf, dass auch unsere Partnerstädte wieder voller Begeisterung dabei sein werden. Ich wünsche Ihnen bei all ihren Vorhaben alles Gute und vor allem Gesundheit.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe