Informationen Oktober

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

bereits in der letzten Stadtverordnetenversammlung hatte ich es angekündigt, nun haben wir gemeinsam mit den Abgeordneten in den Ausschüssen erste Diskussionen zum Thema Bürgerbudget führen können. Ziel ist es, eine Verfahrensrichtlinie zu erstellen, die den genauen Ablauf und die Voraussetzungen für das Einreichen von Vorschlägen regelt. Dann sind Sie gefragt: Soll für einen unserer Spielplätze ein neues Gerät beschafft werden? Es fehlt ein Mülleimer in der Nähe eines Parks oder Sie wünschen sich die Erweiterung einer Grünfläche? Dann reichen Sie Ihre Idee doch demnächst für unser Bürgerbudget der Sängerstadt Finsterwalde ein. Wichtig ist, dass die eingereichten Projekte eine noch festzulegende Summe nicht überschreiten dürfen, in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Finsterwalde fallen und dem Gemeinwohl dienen. Wie gesagt: wir stehen noch ganz am Anfang, sodass Sie bald mehr über das Bürgerbudget in Finsterwalde erfahren können.

Eine tolle Idee von jungen Bürgerinnen und Bürgern haben wir bereits am 2. Oktober umgesetzt. So kam der Wunsch auf, dass sich auch Finsterwalde an der Aktion „Einheitsbuddeln“ beteiligen sollte, die vom Bundesland Schleswig-Holstein anlässlich des Tages der Deutschen Einheit ins Leben gerufen worden ist. Bereits zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls haben wir gemeinsam mit Freunden aus unseren Partnerstädten Eppelborn und Montataire drei Bäume am „Denkmal der Opfer von Gewalt und Gewaltherrschaft“ Am Langen Damm gepflanzt. Es hat großen Spaß gemacht, nun gemeinsam mit den jungen Leuten zwei Linden am Wasserturm zu pflanzen.

Gestaunt habe ich im letzten Monat darüber, wie professionell die Grundschülerinnen und Grundschüler aus Nehesdorf ihre erste eigene Pressekonferenz umgesetzt haben. Das Schülersprecherteam berichtete gegenüber der Lausitzer Rundschau und dem Elbe-Elster-Fernsehen über ihre Zirkusprojektwoche. Mit dabei war auch die Chronik-AG, sodass die erste Pressekonferenz der Kinder auch für die Schulgeschichte festgehalten ist. Dass sie stolz auf ihre tollen Vorführungen waren, ist auf jeden Fall berechtigt, denn es ist ihnen innerhalb einer Woche gelungen, ein komplettes Zirkusprogramm einzustudieren. Zu diesem Erfolg gratuliere ich Ihnen herzlich!

Und es gab noch mehr große Erfolge in Finsterwalde: Die Nachwuchshandwerkerinnen und –handwerker haben am 13. September ihre Gesellenbriefe erhalten und die Buchhandlung Mayer konnte sich am 2. Oktober über die Auszeichnung mit dem Deutschen Buchhandlungspreis in Rostock freuen. Obwohl die Situation für den stationären Einzelhandel in Zeiten des ständig verfügbaren Online-Shoppings immer schwieriger wird, ist es den beiden Inhabern gelungen, in ihrer Buchhandlung Tradition und Moderne zu kombinieren. Wenn ich mich an die immer gut gefüllten Veranstaltungen und Lesungen in der Berliner Straße erinnere, kann ich dem Votum der Jury also nur zustimmen. Die Buchhandlung Mayer hat diesen Preis wirklich verdient!

Ein Jubiläum konnte eines der wichtigsten Unternehmen unserer Stadt am 11. September begehen. „60 Jahre Plasmaschneidetechnik bei Kjellberg Finsterwalde“ war aber nicht der einzige Grund zum Feiern für das Unternehmen. Gleichzeitig konnten sie eine neue Maschine in den Markt einführen, die für internationale Aufmerksamkeit sorgt. Ich wünsche Kjelllberg Finsterwalde weiterhin alles Gute hier in der Sängerstadt und danke Ihnen für Ihr vielfältiges Engagement für unsere Stadt.

 

Ganz besonders gefreut habe ich mich über den Besuch der Familie Galliner/Friedman hier bei uns in Finsterwalde. Ein Ur-Enkel von Martha und Emil Galliner, die 1938 vor den Nazi-Verbrechen aus unserer Stadt flüchten mussten, war gekommen um sich das ehemalige Kaufhaus und das Wohnhaus der Familie anzuschauen. Merrick und Lauren Friedman sowie Nicola Galliner waren sehr interessiert daran, wie sich unsere Stadt heute entwickelt und hatten viele Fragen dazu, die ich Ihnen gern beantwortet habe.

 

Verzögerung im Bauverlauf des Kreisverkehrs an der großen Unterführung

 

In den vergangenen Jahren haben wir schon manche Baustelle im Herzen unserer Stadt überstanden. Vor allem die Fertigstellung der Berliner Straße wurde und wird von vielen herbei gesehnt. Derzeit ist der dritte und letzte Bauabschnitt in Arbeit, es entsteht ein neuer Kreisverkehr an der großen Unterführung. Im letzten Stadtanzeiger haben wir Sie deswegen nach Ihrer Meinung zur Gestaltung der Oberfläche rund um die geplante Kunstinstallation der vier modernen Sänger gefragt. Dazu haben wir mehr als 100 Rückmeldungen erhalten, die allermeisten davon positiv- vielen Dank dafür! Die überwiegende Mehrheit hat sich für die dritte Variante, also für die Mischform aus „grün“ und Umgebungsfläche entschieden. Die Umsetzung der Gestaltung muss nun, genauso wie der Straßenbau, leider etwas warten.  Denn obwohl die Baufirmen zügig gearbeitet haben und bisher im Zeitplan lagen, werden sie jetzt unvorhersehbar ausgebremst, sodass sich die ursprünglich für das Jahresende geplante Fertigstellung nun voraussichtlich auf April 2020 verschieben wird. Der Grund: im Bauverlauf wurden zwei 60 cm große Abwasserrohre überprüft, die so beschädigt sind, dass sie dringend ausgetauscht werden müssen. Damit konnten meine Kollegen im Fachbereich Bauen und beim Entwässerungsbetrieb und auch das Planungsbüro nicht rechnen, denn leider konnte niemand vorher die Rohre unter dem Gehweg anschauen. Nun wurden neue Rohre bestellt, die in frühestens sechs Wochen geliefert werden können. Wer jetzt im Kopf schon mitgerechnet hat und Schlimmes ahnt, hat leider Recht: in sechs Wochen haben wir Ende November, sodass uns dann vermutlich die Witterungsverhältnisse bis zum Frühjahr stoppen werden. Damit zumindest die Fußgänger schon bald ohne Umweg zum Bahnhof gelangen können, werden in der sechswöchigen „Wartezeit“ zumindest die beiden Gehwege aus der Berliner Straße kommend in die Bahnhofs- und Forststraße hergestellt. Wir bitten Sie weiter um Ihr Verständnis.

 

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

 

auch wenn die sommerlichen Tage nun vorbei sind: unsere Bürgerheide und  unser Tierpark freuen sich auf die Besuche der Herbstspaziergänger. Und wenn einmal schlechteres Wetter sein sollte, lohnt es sich, im Sänger- und Kaufmannsmuseum oder in unserer Schwimmhalle vorbeizuschauen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen schönen Herbst und dass Sie von der drohenden Erkältungswelle verschont bleiben.

 

Es grüßt Sie herzlich

 

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe