Kinder und Jugendliche haben für Europa abgestimmt

Bei der europaweiten U18-Wahl freute sich das „Wahllokal“ im Freizeitzentrum über reges Interesse

Für die „richtigen“ Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai beträgt das Mindestwahlalter 18 Jahre. Bei den U18-Wahlen, die bereits zum wiederholten Male europaweit stattfanden und ein Meinungsbild unter den Kindern und Jugendlichen abbilden, sind also genau diejenigen gefragt, die „offiziell“ noch gar nicht mit abstimmen dürfen. Kinder und Jugendliche konnten auch im „Wahllokal“ des Freizeitzentrums ihr eigenes, fiktives Europaparlament wählen.  Beim Ablauf der Wahl gibt es keine Unterschiede zur Abstimmung der "Großen", Wahlkabine, Wahlurne, alles ist so, wie es auch bei der richtigen Wahl wäre. Nur der Termin ist eben ein anderer.

 „Auch wenn die Wahl nur ein Test für die Jugendlichen ist, können sie so Abläufe kennenlernen und sich mit den Inhalten der Parteien auseinandersetzen. Außerdem ist es natürlich interessant zu hören, was die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft über Europa und die EU denken“; sagt Jugendkoordinatorin Antje Schulz, die den jungen Wählerinnen und Wählern für Fragen zur Verfügung stand. Beim Quiz darüber, was auf welcher Ebene entschieden wird, kamen aber auch die erwachsenen Gäste ins Schwitzen. Kommunale, Landes-, Bundes- oder Europaebene- wer entscheidet in welcher Angelegenheit? Mit Hilfe der spielerischen Methoden konnte schnell und verständlich Klarheit geschaffen werden.  

Insgesamt hatten über 1.000 Wahllokale für die U18-Wahl in ganz Deutschland geöffnet, doppelt so viele wie vor der Europawahl 2014. Organisiert wird die Wahl auf Landesebene von der Stiftung SPI - Drehscheibe Kinder und Jugendpolitik.