Kein Stuhl blieb frei- beim 9. Unternehmertreffen der Stadt Finsterwalde

Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer, Händlerinnen und Händler sowie Gewerbetreibende waren am 27. März der Einladung in den Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster gefolgt.

Nachdem Bürgermeister Jörg Gampe und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Elbe-Elster, Jürgen Riecke, die Anwesenden begrüßt hatte, gaben beide einen Überblick über anstehende Projekte und Investitionen in der Sparkasse und in der Stadt Finsterwalde. Das größte Projekt, das ab dem Herbst mit der Freimachung des Baufeldes beginnt, ist die Stadthalle für Finsterwalde, deren Bau in der letzten Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden war.

Wie bereits in den vergangenen Jahren gestalteten verschiedene Vorträge den Abend mit, hervorragende musikalische Beiträge lieferten Musikschulpädagoge Chris Poller und seine Schülerin Katharina Zoch.

Wie die Fortführung von Altbewährtem in Kombination mit innovativen Ideen funktionieren kann, erklärte Marco Schaal vom ElektroCenter Schaal Finsterwalde. Er hat das Fachgeschäft seiner Eltern übernommen und das  Sortiment um eine gelungene Innovation erweitert: Im Urlaub musste er feststellen, wie anfällig Surfbrettnasen für Brüche und Schäden sind und hatte eine bis dahin einzigartige Idee. Die „Nasen“ der Sportgeräte sollten mit einer Kohlefaserumfassung verstärkt und so widerstandsfähiger gemacht werden. Da er keine geeigneten Produkte auf dem Markt finden konnte, fertigt er diese nun selbst an und verkauft sie weltweit. Den nächsten Redner hat dieses Beispiel für eine tolle Innovation und eine sehr gelungene Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb  ganz besonders beeindruckt. Denn wie schwierig die Übergabe eines Unternehmens mitunter sein kann, das ist das Thema von Dan Hoffmann. Als Geschäftsstellenleiter der IHK Cottbus/Spree-Neiße ist er im täglichen Geschäft mit dieser Problematik konfrontiert. Im 66-seitigen“Notfallhandbuch für Unternehmen“ müssen sich so manche Geschäftsführer unangenehme Fragen stellen:

„Was würde passieren, wenn ich als Chef* plötzlich durch Krankheit oder Unfall für längere Zeit ausfalle?“ Dabei, eine gesicherte Fortführung des Unternehmens zu gewährleisten, soll die im Rahmen des Unternehmertreffens vorgestellte Handreichung, helfen.

Dass die Sparkasse Elbe-Elster überzeugungsstarke Azubis in ihren Reihen vorweisen kann, bewies Pascal Pinetzki in seinem Vortrag eindrucksvoll. Noch als Schüler entwickelte er gemeinsam mit Klassenkameraden eine Erweiterung und Erneuerung des Finsterwalder Trimm-Dich-Pfades. Auch nach erfolgreich abgelegtem Abitur bleibt er dafür am Ball und warb bei der anwesenden Unternehmerschaft um finanzielle Unterstützung für die Umsetzung der fertiggestellten Pläne. Der leidenschaftliche Vortrag sollte viele unterstützungswillige Helfer motiviert haben.

Ebenfalls Unterstützung für die Veranstaltung des Wettbewerbes um den Titel „Finsterwalder Sänger“ braucht der Kulturamtsleiter des Landkreises, Andreas Pöschl. Auch er bat die anwesenden Kulturliebhabe um Hilfe für die Durchführung des internationalen Gesangswettbewerbs.

Bei intensiven Gesprächen zwischen den Unternehmen verschiedenster Branchen klang der Abend schließlich aus. Dem großen Bedarf nach Austausch wird spätestens im Herbst wieder Raum gegeben- dann wird zum 10. Unternehmertreffen eingeladen.