Kräftezehrendes Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Finsterwalde geht zu Ende

Vor dem Hintergrund der Brandserie leerstehender Gebäude in der Jahresmitte wird gegen einen vom Dienst suspendierten Kameraden ermittelt

Die Erleichterung nach Ende der Brandserie, die Mitte des Jahres die Nerven der ohnehin mehr als oft geforderten Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde strapazierte, wich schnell der Ernüchterung darüber, dass es ein Kamerad aus den eigenen Reihen gewesen sein soll. Die Polizeidirektion Süd kam, auch durch intensive Zusammenarbeit mit der Stadt und der Wehrführung, zu einem Ermittlungsergebnis, das einen Kameraden schwer belastet.

Nachdem er bei dem Versuch einer weiteren Brandstiftung durch die Polizei gestellt wurde, ist er von Seiten der Stadt Finsterwalde sofort vom Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde suspendiert worden, da eine vertrauensvolle Zusammenarbeit unter den Kameradinnen und Kameraden mit dem im Verdacht stehenden Raum so nicht möglich gewesen wäre. Besonders im Einsatzgeschehen ist dieses Vertrauensverhältnis aber unabdingbar.

Um die laufenden Ermittlungsarbeiten der Kriminalpolizei nicht zu behindern, wurde in Absprache mit Polizei und Staatsanwaltschaft auf die Information der Öffentlichkeit bisher verzichtet.

Bürgermeister Jörg Gampe, Stadtbrandmeister Michael Kamenz und alle Kameradinnen und Kameraden sind nach wie vor schockiert über die Taten, die dem mutmaßlichen Brandstifter zur Last gelegt werden. Die Brandserie hat andere in Gefahr gebracht, immense Sachschäden verursacht und nicht zuletzt die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr, auch aus der Umgebung, über alle Maßen strapaziert. Vielfach rückte die Freiwillige Feuerwehr Großräschen mit ihrem Hubretter an, da sich der Finsterwalder Hubretter in diesem Zeitraum in einer Reparatur befand.

Die Freiwillige Feuerwehr Finsterwalde ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und unserer Stadt im Einsatz. Diesem Wertebild hat der Kamerad durch sein Verhalten aufs Gröbste widersprochen.

„Das Engagement der Kameradinnen und Kameraden in diesem und auch dem letzten Jahr war vielzählig und kräftezehrend. Daher bitten wir, die mutmaßlichen Straftaten eines Einzelnen nicht auf die Gemeinschaft der Feuerwehr zu übertragen“, so Bürgermeister Jörg Gampe und Stadtbrandmeister Michael Kamenz gleichlautend.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Paula Vogel
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde
Telefon 03531 / 783 310
E-Mail: pressestelle@finsterwalde.de