In der Hainstraße wird eine Kompensationsfläche geschaffen

Relativ unbemerkt für die Finsterwalder Bürgerinnen und Bürger wird südlich von der Hainstraße, rechts und links der Schacke, eine städtische Fläche mit einer Gesamtfläche von etwa 1,5 Hektar ökologisch aufgewertet. Die „Kompensationsfläche Hainstraße“ stellt einen Flächenpool für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bzw. vorgezogenen Kompensationsmaßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetzt dar.

Auf dieser Fläche wurden und werden Kompensationsmaßnahmen aus den städtischen Bauvorhaben umgesetzt. Ziele der Maßnahmen sind die Verbesserung des Bodenwasserhaushalts sowie der Erhalt und die Aufwertung der Grünfläche als  klimatischen Ausgleichsraum für die angrenzende Siedlung. Auch soll die Arten- und Strukturvielfalt durch Neuanpflanzungen sowie durch die Anlage von Lebensräumen für Kleinlebewesen erhöht und das Landschaftsbild sowie das Wohnumfeld verbessert werden.

Daher wurden in den zurückliegenden Jahren umfangreiche Teilmaßnahmen umgesetzt. So konnte auf einer Teilfläche eine Streuobstwiese angelegt werden, die neben dem Erhalt alter Obstsorten, auch durch ihr Angebot an Früchten, Holz und Laub die Nahrungsgrundlage für Insekten und Vögel schafft. Darüber hinaus bietet der  Unterwuchs auf der Streuobstwiese weiteren Lebewesen ein zu Hause und ein Lesesteinhaufen sorgt für einen neuen Lebensraum für Kriechtiere, die sich in den Sommermonaten auf den Steinen sonnen und bei vorsichtiger Annäherung vielleicht auch beobachtet werden können.

Ein weiterer Steinhaufen, der als Winterquartier für Zauneidechsen angelegt wurde, befindet sich westlich von der Schake. Die angrenzende Fläche wird als Magerwiese entwickelt. Vom liegenden und stehenden Totholz sowie Käfermeiler profitieren nicht nur holzbewohnende Käferarten, sondern Totholzhaufen dienen auch als Unterschlupf für Igel, Amphibien und Reptilien sowie als Nistplätze für Singvögel. Die neuangelegten freiwachsenden Hecken bzw. aufgewerteten Gehölzstrukturen und der natürliche Schilfbestand an der Schacke werden gerne als Spiel- und Lebensraum für Insekten und Singvögel genutzt.  Entlang von Gehölz- und Randstrukturen sollen blütenreiche Krautsäume entwickelt werden, um Schmetterlingen und anderen Insekten wieder einen neuen Lebensraum anzubieten. Bereiche der großflächigen Wiese sind punktuell durch die Ansaat von Kräutern und dem Ausbringen von Frühblühern aufgewertet, die im Frühjahr ihre Blütenpracht entfalten sollen. Zum Erhalt und zur Förderung der einheimischen Biodiversität wurde gebietsheimisches Pflanz- und Saatgut verwendet. 

Bürgermeister Jörg Gampe: „Hier ist eine Fläche geschaffen worden, die für den interessierten Naturkenner oder dem neugierigen Naturentdecker viele kleine Erlebnisse bieten kann. Wir hoffen auf eine naturnahe Annahme der geschaffenen Lebensräume und einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Initialpflanzungen auf dieser Fläche.“

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Clarissa Leese
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