„Städtehochzeit“ vorerst verschoben

Für den 28. März war die gemeinsame Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages von Salaspils und Finsterwalde geplant.

Bedauernde Worte auf beiden Seiten: der geplante Festakt für die Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages zwischen Salaspils und Finsterwalde muss vorerst verschoben werden. Der Grund sind ähnlich lautende Vorgaben aus Lettland und Deutschland, Auslandsreisen in vom Corona-Virus betroffene Gebiete zu unterlassen und Veranstaltungen, besonders im Innenraum, generell zu meiden.

Dies gilt besonders für Reisegruppen, wie jene aus Salaspils, die vom 27.-29. März mit 23 Personen, darunter nahezu der komplette Rat der Stadt, in die Sängerstadt reisen wollte. Die beiden Bürgermeister, Raimonds Čudars und Jörg Gampe, haben sich in einem gemeinsamen Telefonat darauf verständigt, den Festakt und die gemeinsamen Tage bis auf weiteres zu verschieben: „Das ist natürlich schade, denn die Flüge waren bereits gebucht und die Veranstaltung hier bei uns in Finsterwalde fertig organisiert. Allerdings steht die Gesundheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer für uns an erster Stelle“.

Seit 2008 verbindet die beiden Städte eine innige Freundschaft, die mit der Unterzeichnung des offiziellen Städtepartnerschaftsvertrages am 28. März besiegelt werden sollte. Selbstverständlich wird schnellstmöglich nach einem Nachholtermin gesucht.

Salaspils‘ Bürgermeister Raimonds Čudars war zuletzt zum Jahresabschlussempfang 2019 nach Finsterwalde gekommen, außerdem nahmen Sportlerinnen und Sportler aus der lettischen Partnerstadt am Finsterwalder Dutzend 2019 teil. Eine große Finsterwalder Delegation besuchte anlässlich des 100. Jubiläums des baltischen Staates im Juli 2018 Riga und Salaspils, im Frühjahr 2019 traf man sich ebenfalls in Salaspils, um gemeinsem einen Kreisverkehr einzuweihen, der alle Städtepartnerschaften von Salaspils zeigt.