Aktuelle Arbeiten auf dem Gelände unserer zukünftigen Stadthalle

Aus dem August-Stadtanzeiger

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

mit einer „virtuellen Reise“ präsentierte Architekt Jürgen Habermann in der Februarsitzung er Stadtverordnetenversammlung noch einmal sehr detailreich die Planung des Gebäudekomplexes der Stadthalle. Diese wurde im sog. BIM-Verfahren (Building-Information-Modering) erstellt, d.h., dass man dreidimensional jedes einzelne Bauteil plant und dadurch eine hohe Sicherheit in Bezug auf die Verknüpfung zwischen den einzelnen Fachbereichen sowie eine hohe Genauigkeit bei der Ermittlung von Mengen und Massen erreicht. Diese bilden wiederum die Grundlage für die korrekte Abrechnung, auch in Bezug auf die Fördermittel. Natürlich hat er den Anwesenden auch die Baukosten vorgestellt und die Kostentabelle erläutert, in der jede einzelne Position sichtbar ist.

Während des Bauverlaufs werden teils Leistungen innerhalb der Lose neu definiert, weil es sich mit den beteiligten Baufirmen und im Bauablauf so ergibt. Ein Beispiel ist die Verglasung des Sheddachs aus dem Los 09 Fenster/Außentüren, das bereits im Zuge des Loses Loses 07 Dachdeckerarbeiten umgesetzt worden ist, sodass sich in der Folge Unterschiede zwischen den ursprünglich geplanten Kosten und der vergebenen Leistungen beider Lose ergeben.

Anhand der einzelnen Kostengruppen erläuterte Jürgen Habermann auch noch einmal die Zusammensetzung der Gesamtinvestitionssumme von 19,3 Mio. Euro (brutto). Diese entspricht den baufachlich geprüften 16,2 Mio. Euro (netto). In der Juni-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung führte er die „virtuelle Reise“ auf verbale Art fort und zeigte dabei auch das Detailreichtum der momentanen Arbeiten. Seit der Beräumung des Baufeldes, die von Ende vergangenen Jahres bis ins diesjährige Frühjahr andauerte, konnten zahlreiche vorbereitende Maßnahmen für den Bau umgesetzt werden. Nach der Fertigstellung der Abbrucharbeiten im März wurde das Bestandspflaster der ehemaligen Tuchfabrik geborgen. Anschließend sind die Vorbereitungsarbeiten für die spätere Medienverlegung durchgeführt worden, sodass im April die Erdarbeiten für die Medien Strom, Wasser und LWL-Kabel und ihre Verlegung erfolgen konnten. Für die Nachbargebäude wurde eine Beweissicherung durchgeführt. Im Mai wurde die Verlegung der Medien im Bereich der „Alten Weberei“ fertiggestellt und der Baustromtrafo errichtet. Zudem erfolgte der Erdaushub für die Fernwärmeleitung. Im Juni konnte die Baustelleneinrichtung für die Baustraße umgesetzt, Fernwärmeleitung erfolgreich verlegt und die sogenannte Responsbohrung für die Einrichtung der Erdwärme durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um eine Bohrung, die die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Erdwärme ermittelt, sodass die Fachfirmen im Ergebnis wissen, wie viele Erdbohrungen für den nötigen Energiebedarf erfolgen müssen. Im Juni haben zudem die Aushubarbeiten begonnen, die im Juli fortgesetzt worden sind. Zudem wurden die Bestandsbinder auf dem Gelände geborgen.

In den letzten Wochen konnte die weitere Verlegung von Leitungen für die technischen Außenanlagen im Bereich der Oscar-Kjellberg-Straße erfolgen. Als technische Außenanlagen werden Systeme oder Einrichtungen bezeichnet, die für den Betrieb des Gebäudes notwendig sind, sich jedoch außerhalb des Bauwerks befinden, bspw. Wärmeversorgungsanlagen.

Einige der sichtbarsten Veränderungen auf der Baustelle sind sicher mit dem Aushub der Baugrube für den künftigen Funktionsbau und die Stadthalle sowie mit Beginn des Aushubs für die Baugrube der Shedhalle entstanden. Das Aushubmaterial wurde selbstverständlich auch auf eventuelle Schadstoffe und Rückstände im Boden untersucht und anschließend entsprechend entsorgt. Zudem konnten für das künftige Eingangsbauwerk die Frostschürzen und die Grundleitung eingebaut werden. Anschließend erfolgten die Verfüllung und der Bau der Bodenplatte. Dazu wurde sogenannter Magerbeton eingebaut, der eine Verbesserung des Baugrundes bewirkt.

Für die weiteren Gebäudeteile werden derzeit ebenfalls die jeweilige Bodenplatte vorbereitet und anschließend die Frostschürzen eingebaut. Noch im August finden die Erdwärmebohrungen und die Errichtung des Erdgeschosses. Am 4. September wollen wir dann mit der feierlichen Grundsteinlegung einen ersten Meilenstein begehen.

Von der baufachlich geprüften Investitionssumme in Höhe von 16,2 Mio. Euro (netto) sind knapp 70% durch zweckgebundene Fördermittel gedeckt. Sie können sich sicher sein, dass die Kostenentwicklung und die aktuellen Baupreise auf dem Markt genauestens durch unsere Fachleute beobachtet werden. Auch hierüber möchten wir Sie transparent informieren. Zum jetzigen Stand konnten wir bereits 18 Lose in Höhe von insgesamt ca. 7 Mio. Euro vergeben. Was heißt das konkret? Die Aufteilung der einzelnen Schritte im Bau nach Gewerken nennt man „Lose“. Die „Baumaßnahme Veranstaltungshalle“ wie die Stadthalle auf den zahlreichen bereits gefüllten Ordnerrücken benannt ist, beinhaltet derzeit 53 solcher einzelnen Lose. Die Losaufteilung, also die Aufteilung der einzelnen Schritte und Arbeiten nach Gewerken, wird im Bauablauf fortgeführt. Beispielsweise ist der Gerüstbau ein solches Los, welches an die Firma vergeben wird, die im Ausschreibungsprozess unter Berücksichtigung aller Kriterien überzeugt hat. Trotz notwendiger europaweiter Ausschreibungen können so auch regionale Firmen auf der Baustelle arbeiten.

Ein Los kann sich dabei auch aus unterschiedlichen Kostengruppen zusammensetzen, sodass ein direkter Vergleich zwischen der ursprünglichen Kostenberechnung für die Baumaßnahme und der letztendlich erfolgten Vergabesumme nicht immer machbar ist. Bei den derzeit 18 vergebenen Losen, konnten zehn günstiger umgesetzt werden, acht weisen jedoch teils drastische Mehrkosten auf. Dabei hat es auch für die Fachplaner, die über jahrelange Erfahrung in ihren Bereichen verfügen, Überraschungen gegeben, das sage ich hier noch einmal ganz offen. Teils lagen die Angebote der Firmen zu den Ausschreibungen deutlich über oder unter den zuvor von den Fachplanern geschätzten Kosten. Nach den momentan vergebenen 18 Losen beträgt der Stand der momentanen Mehrkosten 420.000 Euro. Wir liegen somit bei einer Netto-Investitionssumme von 16,65 Mio. Euro.

Wie schon im letzten Stadtanzeiger angekündigt, möchten wir Sie, liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder über den gesamten Bauzeitraum hinweg weiter intensiv am Projekt beteiligen und darüber informieren.  Ich lade Sie deswegen herzlich ein, sich regelmäßig auf unserer Website, in der regionalen Presse oder hier im Stadtanzeiger zum aktuellen Stand zu informieren.

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe

 

 

 
Verein der Freunde und Förderer des Sängerstadt Kultur-, Kunst- und Kongresszentrums e.V.

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Gründung

21. April 2016

Ziel

Zweck des Vereins ist die Förderung der Stadthalle Finsterwalde und die Belebung und Entwicklung der Kunst und Kultur in der Sängerstadt, insbesondere durch Veranstaltungen in dem Gebäude der Stadthalle.    

Vorstand

Nassib Ahmadieh (Vorsitzender)

Gabriele Krink (stellv. Vorsitzende)

Antje Scholz (Schatzmeisterin)

Dr. Christina Thor (Schriftführerin)

Uwe Boche

Harald Breitzke

Klaus Mayer

Patrick Schülzke

Bürgermeister Jörg Gampe

Stadtverordnete Marlies Homagk

Kontakt

Verein der Freunde und Förderer des SängerstadtKultur-, Kunst- und Kongresszentrums e.V.

Nassib Ahmadieh (Vorsitzender)

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03231 Finsterwalde

Mobil: 01520 171 96 52
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