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Erfolgreicher Infotag in der Bürgerheide

Bei goldenem Herbstwetter fand am Sonntag, den 19. Oktober 2025, in der Bürgerheide ein Infotag zur Waldbewirtschaftung statt. Veranstaltet wurde dieser von der Firma „Wälder für Menschen“, dem Dienstleister der Stadt Finsterwalde für die Bewirtschaftung der Bürgerheide. Ziel war es, den Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in die laufenden und geplanten Maßnahmen des klimastabilen Waldumbaus zu geben – und zugleich ihre Vorstellungen vom „Wald der Zukunft“ in den Prozess einzubeziehen.

„Bürgerbeteiligung und Transparenz sind uns auch in der Waldbewirtschaftung ein großes Anliegen“, betonte Frau Schüler, Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr der Stadt Finsterwalde, die an der Veranstaltung teilnahm. Sie dankte dem engagierten Team von „Wälder für Menschen“ für die hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre: „Gerade in einem Stadtwald müssen vielfältige Interessen – von Erholung und Naturschutz über Klimaschutz und Artenschutz bis hin zur Wirtschaftlichkeit – miteinander in Einklang gebracht werden. Das gelingt nur mit Fachwissen, Fingerspitzengefühl und einer guten Kommunikation mit der Bevölkerung.“

An drei Stationen informierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Wälder für Menschen“ – Marie, Willi und Lukas – über die aktuellen Maßnahmen, führten durch ausgewählte Waldabschnitte und luden zum Gespräch ein.

An der Kreativstation von Marie konnten Besucherinnen und Besucher beim Gestalten und Experimentieren mit Naturmaterialien Achtsamkeit und bewussten Umgang mit dem Wald erleben. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt das von den Teilnehmenden gestaltete „Jahresrad“, das die Veränderungen des Waldes im Lauf der Jahreszeiten anschaulich machte.

Willi erläuterte an seiner Station den eingezäunten Bereich am Trimm-Dich-Pfad, auf dem auf rund 3,5 Hektar Fläche 6.000 Traubeneichen und 1.000 Winterlinden gepflanzt wurden. Neben Bestandsarten wie Birke, Kiefer und Roteiche wird in diesem Gebiet gezielt auf Biodiversität und Strukturvielfalt gesetzt. Mit Unterstützung des Forstinstituts Brandenburg (FIB) haben dort bereits Kindergruppen verschiedene Laubbäume wie Elsbeere, Vogelkirsche, Rotbuche und Bergahorn nachgepflanzt. Der Boden wurde mit Pferden aufgelockert, um Pilzgeflechte und den Stoffaustausch zu fördern – eine Maßnahme, die die natürliche Regeneration unterstützt. Der Schutzzaun bleibt etwa sieben bis acht Jahre bestehen, bis die Jungpflanzen aus der Verbisshöhe des Wildes herausgewachsen sind.

In diesem Jahr konnte auch der Waldbrandschutzstreifen wiederhergestellt werden. In Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde wurde ein Konzept zur Befahrbarkeit der Bürgerheide entwickelt, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.

Für die Zukunft sind weitere spannende Projekte geplant: So soll eine Fläche als „Patenwald“ eingerichtet werden, in dem sich interessierte Bürgerinnen, Bürger und Vereine aktiv bei Pflege- und Pflanzaktionen beteiligen können. Außerdem ist angedacht, einen Baumpfad mit verschiedenen heimischen Arten anzulegen und Obstbäume zu pflanzen, die auch der Tierwelt zugutekommen.

Bürgermeister Jörg Gampe dankt im Namen der Stadt Finsterwalde allen Beteiligten und verweist bereits auf weitere Informations- und Mitmachtage in der Bürgerheide, denn der Wald von morgen entsteht gemeinsam.