„Es fügt sich zusammen“ - beim 3. Stadtdialog im Wettbewerb Zukunftsstadt 2030

Die vielen Begriffe der letzten Wochen und Monate wie „Reallabor“ und „Kreativcampus“, die zahlreichen Stunden in Workshops und Beratungen; langsam aber sicher ergibt sich ein Bild, das den Grundgedanken des Finsterwalder Wettbewerbes widerspiegelt.

Als Matthias von Popowski gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Gampe und Pfarrer Markus Herrbruck die etwa 50 interessierten Zukunftsdenkerinnen und Zukunftsdenker in der Finsterwalder „Arche“ begrüßt und nahezu beiläufig erwähnt, dass man sich vor einem reichlichen Jahr zum 1. Stadtdialog in der zweiten Wettbewerbsphase getroffen hatte, mag sich mancher im Raum noch gefragt haben, was seitdem in Sachen „Zukunftsstadt Finsterwalde“ passiert ist.

Die folgenden Redebeiträge und nicht zuletzt der witzig-informative Filmbeitrag der Kasseler Studierendengruppe sollten es auf beeindruckende Weise veranschaulichen. Denn die Zwischenergebnisse der vielen Einzeltermine und aus den Fokusgruppen, die manchmal Fragen und Begriffe nicht ganz zu Ende klären konnten, treffen zusammen und ergeben eine Botschaft, die man so durchaus als Beitrag einreichen kann. Da sind sich das „Zukunftsteam“ um Wirtschaftsförderer Torsten Drescher, Bürgermeister Jörg Gampe und die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger einig. „Finsterwalde setzt den Kontrapunkt“ ist eines der ausgerufenen Mottos und ist beim Blick auf die Wettbewerbskonkurrenz schnell erklärt. Immerhin handelt es sich dabei um Städte wie Dortmund, Dresden, einen Stadtteil von Berlin- kurzum: um einwohnerreichere Gegenden, was nicht heißt, dass die Sängerstadt dem in irgendetwas nachstehen muss. Die Voraussetzungen sind hier eben anders. Die gut besuchten Veranstaltungen seit Jahresbeginn zeigen aber, die Finsterwalderinnen und Finsterwalder wollen mitreden, sich Gedanken machen und ihre Ideen unbedingt einbringen. Ob zur Vorstellung der Alten Weberei Ende Januar, beim Architektenwettbewerb zum Projekt „Mensa Plus“ im Februar, bei dem eine neue Mensa-Lösung für das Sängerstadt-Gymnasium gesucht wurde oder beim Foto-Workshop zu Baukultur und Identität der Sängerstadt. Die Fachwerkstatt Wohnen machte sich über neue Formen des Zusammenlebens Gedanken. Das alles sind vielfältige Themen und Fragestellungen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Sängerstadt Finsterwalde zukunftsfähig halten und außerdem in die dritte und letzte Phase des Wettbewerbes bringen, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 ausgerufen wurde. In Phase 1 entwickelten die 51 teilnehmenden Kommunen ihre Vision von der Zukunft ihrer Stadt. Daraufhin qualifizierten sich 23, darunter Finsterwalde, für Phase 2 in der ein konkretes Konzept zur Umsetzung der Vision erarbeitet werden soll. Den Kommunen, die die Jury mit ihrem Wettbewerbsbeitrag überzeugen und in die dritte Phase des Wettbewerbs gelangen, winken Fördermittel zur Umsetzung von Teilen ihres Konzeptes.