Rathaus

Das repräsentativste Gebäude auf dem Markt ist das Rathaus, ein schlichter Barockbau. Die älteste Nachricht besagt, dass 1492 "dy newe Rahtsstube gebawet" wurde. Viele Stadtbrände während des 30-jährigen Krieges und in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts blieben nicht ohne Folgen. Am 19. März 1651 stürzte das Rathaus - ob es noch das 1492  erbaute war, wissen wir nicht - samt dem damals schon mit einem "Stadt-Sieger" geschmückten Turm ein. Bald darauf brach 1675 ein schwerer Brand aus. Die Mittellosigkeit der Stadt ließ nur einen teilweise Aufbau des Rathauses zu, wobei 1690 der Turm mit Brettern vernagelt wurde. In diesem Zustand verblieb das Rathaus annähernd 50 Jahre, erst 1739 konnte mit Hilfe einer "Bauergötzlichkeit" des Königs eine durchgreifende Instandsetzung beginnen. Die Inneneinrichtung ist heute eine ganz andere als 1739, Amtsräume befanden sich nur im oberen Stockwerk. Das halbe Erdgeschoss nahm die "Schenkstube" mit ihren Nebenräumen ein, die andere Hälfte war Verkaufsraum für Bäcker und Fleischer. In die westliche Außenwand eingelassen war eine eiserne Elle, an welcher die Tuchhändler ihre Ware abmessen konnten. Das Äußere des Rathauses blieb bis 1927 fast unverändert.