Schloss

Finsterwalde war Anfang des 15. Jahrhunderts ein berüchtigtes Raubritternest. Die Burg bestand wahrscheinlich wie andere gleichartige Befestigungsanlagen aus Holz, Stein und anderen vergänglichen Baustoffen und war mit Palisaden, Wassergraben und Erdwällen versehen. Der heutige Schlossbau besitzt keine aus älterer Zeit stammenden sichtbaren Reste. Die Einrichtung des Schlosses im 15. Jahrhundert wird dem Ritter Heinrich von Maltitz zugeschrieben. Das Schloss ging 1533 in das Eigentum der Familie von Dieskau. Bergrat Otto von Dieskau war als Schlossherr von 1553 - 1597 sehr baufreudig. 1885 zog die Stadtverwaltung in das Vorderschloss. Seit den 90er Jahren wird das Schloss mit Mitteln der Städtebauförderung saniert. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. Vom Schlossturm hat man die Möglichkeit, den Blick über die Stadt schweifen zu lassen. Eine Turmbesteigung ist täglich kostenlos möglich: Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 17 Uhr.

Der Fotograf Stefan Melchior hat die Sanierungsergebnisse dokumentiert. 

Rathaus

Das repräsentativste Gebäude auf dem Markt ist das Rathaus, ein schlichter Barockbau. Die älteste Nachricht besagt, dass 1492 "dy newe Rahtsstube gebawet" wurde. Viele Stadtbrände während des 30-jährigen Krieges und in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts blieben nicht ohne Folgen. Am 19. März 1651 stürzte das Rathaus - ob es noch das 1492  erbaute war, wissen wir nicht - samt dem damals schon mit einem "Stadt-Sieger" geschmückten Turm ein. Bald darauf brach 1675 ein schwerer Brand aus. Die Mittellosigkeit der Stadt ließ nur einen teilweise Aufbau des Rathauses zu, wobei 1690 der Turm mit Brettern vernagelt wurde. In diesem Zustand verblieb das Rathaus annähernd 50 Jahre, erst 1739 konnte mit Hilfe einer "Bauergötzlichkeit" des Königs eine durchgreifende Instandsetzung beginnen. Die Inneneinrichtung ist heute eine ganz andere als 1739, Amtsräume befanden sich nur im oberen Stockwerk. Das halbe Erdgeschoss nahm die "Schenkstube" mit ihren Nebenräumen ein, die andere Hälfte war Verkaufsraum für Bäcker und Fleischer. In die westliche Außenwand eingelassen war eine eiserne Elle, an welcher die Tuchhändler ihre Ware abmessen konnten. Das Äußere des Rathauses blieb bis 1927 fast unverändert.

Marktplatz

Der Blick geht rund um den Marktplatz mit seiner bemerkenswerten Stilvielfalt der Gebäude, z.B. Jugendstilfassaden, klassizistische Gebäude und Häuser aus dem 16./17 . Jahrhundert. Zu den ältesten Häusern der Stadt gehört die Ratsklause am Markt 26. Das Portal des Hauses weist in einer Schlusskartusche die Jahreszahl 1564 auf, Heimatforscher vermuten in dem Gebäude das ehemalige Gericht oder Quartierhaus des Schlossherrn für seine Gäste. Weiterhin erwähnenswert ist die ehemalige Apotheke im klassischen Stil am Markt 24. Die Apotheke befand sich seit 1806 bis vor einigen Jahren in diesem Gebäude, welches 1850 umgebaut wurde.

Feuerwehrmuseum

 

Das Feuerwehrmuseum befasst sich mit der Geschichte des Feuerlöschwesens in der Stadt Finsterwalde sowie des Umlandes von der Gründung im Juni 1872 bis heute. Das Gebäude des Feuerwehrmuseum wurde am 16. Juni 2012 durch die Stadt Finsterwalde übergeben. Am 20. Januar 2013 ist die Einweihung gefeiert worden.

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Trinitatiskirche

Die Trinitatiskirche, eine typische Reformationskirche, wurde 1585 vollendet. 1581/82 entstand der Anbau mit dem Renaissancegiebel an der Nordseite und dem hohen Ziegeldach. Der gesamte Innenausbau zog sich bis kurz vor Ausbruch des 30-jährigen Krieges hin. Der Einbau des Altars erfolgte 1594. Die Kanzel wurde 1671 aus Stein mit einer Überdachung aus Holz geschaffen. Der Bau ist eine dreischiffige, netzrippengewölbte, außen geputzte Hallenkirche mit einem dreiseitig geschlossenem Chor im Osten und dem im Grundriss quadratischen Turm im Westen. Der in halber Höhe in ein Achteck übergehende Turm ist mit einer welschen Haube bekrönt. An den Netzrippengewölben ist erkennbar, dass der Umbau der Kirche zur gleichen Zeit wie der Ausbau des Renaissanceschlosses erfolgte. In der Kirche sind Mitglieder der Herrscherfamilie von Dieskau beigesetzt.

Sängerdenkmal

Als Gipsmodell von der Bildhauerin Evelyn Hartnick geschaffen, wurde das Denkmal in der  Kunstgießerei von Meister Horst Borchardt auf Charlottenhöhe in Schönermark in Bronze gegossen. Sie stellt drei musizierende Männer dar, die unterschiedliche Stände verkörpern. Der Mann mit dem  langen Gehrock hält eine Geige in der Hand, ein anderer, etwas einfacher gekleidet, eine Flöte.  Ein singender Knabe ist barfuß und hat kein Musikinstrument in den Händen. Sinnbild dafür, dass  Gesang in Finsterwalde schon immer alle Bevölkerungsschichten vereinte.


Märchenhaus

In der Friedrich-Hebbel-Straße steht das Märchenhaus, ein kommunales Wohngebäude. 1928 wurde es von Stadtbaurat Dassel entworfen und mit 27 kunstvollen Reliefs aus Klinkerformsteinen ausgestaltet. Sie stellen Szenen aus bekannten Märchen der Gebrüder Grimm dar. Die künstlerische Gestaltung der Reliefs lag bei den Dresdener Bildhauern J. E. Born, Paul Wachs und Paul Lindau. Mit handwerklicher Perfektion entstanden in der Schacksdorfer Brennerei bleibende Kunstwerke aus Ziegelsteinbeton. Der Bau des Wohnblocks wurde von 65 ansässigen Firmen ausgeführt. Die Brandenburgische Architektenkammer würdigte das Märchenhaus in Finsterwalde als einzigartiges Gebäude seiner Art in Deutschland. Im Jahr 2013 wird das 85-jährige Bestehen des Hauses gefeiert.

Katholische Kirche St. Dolorosa

Die   Kirche Sankt Maria Mater Dolorosa wurde von der Firma Hubert & Ullrich gebaut und 1906 eingeweiht. 1910 wurde Finsterwalde zur katholischen Pfarrei erhoben. Der erste katholische Seelsorger von Finsterwalde war Georg Kammel, der 1904 sein Amt antrat und 1949 seine Dienstzeit beendete.Seit der Reformation im 17. Jahrhundert herrschte der evangelische Glauben in unserer Gegend vor. Mit der Einwanderung polnischer Arbeiter, die im Kohlebergbau beschäftigt waren, gründete sich eine katholische Glaubensgemeinschaft. Dadurch wurde der Bau einer Kirche notwendig. 1925 kamen aus allen Richtungen Katholiken, um am 5. Niederlausitzer Katholikentag teilzunehmen. Hier wurden sie von Erzpriester Kammel begrüßt. 1989 wurde ein goldenes Turmkreuz errichtet, Bauherr war der Kirchenvorstand der katholischen Kirchgemeinde Finsterwalde unter Leitung des Pfarrers Th. Thielscher. Viele ehrenamtliche Einsätze gab es und viele Spenden sind dafür eingegangen. Die Sanierung und der Umbau der Kirche fand von 1988 bis 1994 statt. Am 28. Januar 1995 fand anlässlich der Altarkonsekration und Einweihung der Pfarrkirche eine Feierstunde statt.

Touristinformation

Rathaus
Markt 1
03238 Finsterwalde

Tel.: 03531/ 717830
Fax: 03531/ 717831
info@finsterwalde-touristinfo.de
www.finsterwald-touristinfo.de

Öffnungszeiten
Montag-Freitag
09:00 - 17:00 Uhr

Mai bis September
Sonnabend
09:00 - 13:00 Uhr

 

Sängerfestverein

Katrin Gröbe
Große Ringstr.1
03238 Finsterwalde
Deutschland Brandenburg
Telefon: 03531/3303

E-Mail: info@finsterwalder-saengerfest.de