Informationen September 2017

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

der Herbst hat begonnen und für viele Kinder unserer Stadt auch ein neuer Lebensabschnitt. 128 neue Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse konnten in unseren drei städtischen Grundschulen begrüßt werden. Auch für die Mütter und Väter ist dies eine aufregende Zeit, die auch ein paar kleine Sorgen mit sich bringt. Wird mein Kind in den Unterrichtsstunden stillsitzen? Schafft es den Schulweg allein oder muss ich es jeden Morgen in die Schule bringen? Darum sorgen sich vor allem die Anlieger in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße im Norden unserer Stadt. Durch ihre kleine Anliegerstraße wird der Umleitungsverkehr der Sonnewalder Straße geleitet, die sich derzeit noch in der Bauphase befindet. Beim Vor-Ort-Gespräch am 23. August waren sie dennoch verständnisvoll und freuten sich gemeinsam mit uns über das Angebot der Kreisverkehrswacht, eine Geschwindigkeitsmesstafel in der Straße aufzustellen.

Damit wird allen Autofahrern ihre aktuelle Geschwindigkeit angezeigt, sodass sie es schnell bemerken sollten, wenn sie die zulässigen 30 km/h überschreiten. Die Polizei hat außerdem zugesichert, besonders in den ersten Tagen an den Schulwegen präsent zu sein und auf unsere ABC-Schützen und alle anderen Schülerinnen und Schüler besonders aufzupassen. Über das Verständnis der Anlieger habe ich mich besonders gefreut und konnte ihnen versichern, dass die Bauarbeiten in der Sonnewalder Straße bisher planmäßig verlaufen sind, sodass wir annehmen können, dass sie bis zum Ende des Jahres fertig sein wird.

Auch die Berliner Straße, mittlerweile hat sich die Umschreibung als „OP am offenen Herzen“ nahezu durchgesetzt, liegt im Plan. Bis zum 1. Advent sollen alle Arbeiten erledigt sein, was vor allem den ansässigen Händlerinnen und Händlern Anlass zum Feiern gibt. Unser Baustellenfest am 8. September war gut besucht – dafür danke ich Ihnen, liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder. Es ist schön zu sehen, dass Sie gern in unserem Zentrum unterwegs sind und natürlich auch einkaufen.

„Zukunftsladen“ am Markt eröffnet

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder, natürlich kann man „Zukunft“ nicht kaufen, man kann sie aber gestalten. Seit 2015 arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen an unserer Stadtvision 2030+ für die Sängerstadt im Wettbewerb Zukunftsstadt. Seither wurden zahlreiche Ideen eingebracht, gemeinsame Projekte geschmiedet und neue Allianzen geknüpft. Um bei all den Ideen, Ansetzen und Stichworten noch den Überblick behalten zu können und der ganzen Stadt stets den Projektfortschritt mitteilen zu können, wurde am 5. September der „Zukunftsladen“, viele von Ihnen werden den Ort noch als „Café Meißner“ kennen, am Markt eröffnet. In seinen Schaufenstern sind alle Wettbewerbsinformationen und die Arbeit der Fokusgruppen, die das Herzstück der Initiative darstellen, nun öffentlich im Stadtzentrum ausgestellt. Ich ermutige Sie, schauen Sie ruhig dort vorbei, Sie können die Schaufenster in blau und gelb, die bei Dunkelheit auch angestrahlt werden, eigentlich kaum verfehlen. Wenn Ihnen dann auch noch eine Idee kommt, die Sie zum Wettbewerbsbeitrag beisteuern möchten, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren und unsere Vision von „Finsterwalde 2030+“ mitzugestalten. Weitere Informationen zur bisherigen Arbeit der vier gebildeten Fokusgruppen finden Sie auch auf den kommenden Seiten und auf unserer Homepage.

Tag des offenen Denkmals mit musikalischem Abschluss

Die Zukunftsmusik im wörtlichen Sinne durften wir am 10. September zum Abschluss des Tags des offenen Denkmals in unserer Stadt erleben. Beim zweiten und letzten Konzert in der Shedhalle der „Alten Schaefferschen Tuchfabrik“ zeigten viele junge Talente der Kreismusikschule ihr Können und zeigten damit, dass sie sich auf ihren zukünftigen Auftrittsort freuen. Nassib Ahmadieh hatte tolle Ensembles ausgewählt und führte gewohnt souverän durch den Abend. Ich freue mich schon jetzt darauf, Ihn und die vielen jungen Musikerinnen und Musiker in ein paar Jahren in unserer Stadthalle begrüßen zu können.

Sportlich ging es beim 15. Finsterwalder Dutzend am 9. September zu. 483 Läuferinnen und Läufer nahmen teil und absolvierten Strecken von 4,2 bis 42 Kilometer, also vom Mini-Marathon bis zum Marathon. Auch etwa 20 Radler waren über Distanzen von 21 und 42 Kilometer unterwegs. Besonders erfreulich war, dass auch sechs Sportlerinnen und Sportler aus unserer Partnerstadt Montataire den weiten Weg auf sich genommen haben und gemeinsam mit den Finsterwalderinnen und Finsterwaldern gestartet sind.

Ortsgespräch in Sorno

Über die große Beteiligung zum alljährlichen Ortsgespräch in Sorno am 30. August habe ich mich ebenfalls gefreut. Die ca. 70 Sornoer im gut gefüllten „Waldeck“ wurden von Frank Zimmermann, Fachbereichsleiter Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr, über die aktuellen Bauprojekte in der Stadt und natürlich auch in Sorno informiert. Andy Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Finsterwalde GmbH, stand für Fragen zum Glasfasernetzausbau Rede und Antwort. Meine Frage an die Sornoer an diesem Abend lautete ganz allgemein: „Wo drückt der Schuh?“ – erfreulicherweise wohl nur am kleinen Zeh, denn große Probleme gab es nicht zu verkünden, auch Ortsvorsteher Marco Bergmann hatte keinerlei Beschwerden vorliegen. Ob es in Pechhütte genauso ist, werden wir am 5. Oktober sehen, dann findet dort das diesjährige Ortsgespräch statt.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

der Kreisverkehr, der die Rue de Montataire mit dem Langen Damm verbindet, hat bei einigen von uns schon seinen Spitznamen als „Stadtwerke-Kreisel“ weg.  Obwohl der Anfang hier müßig erschien, gab es in den letzten Wochen beinah jeden Tag einen Fortschritt zu bestaunen. Mittlerweile sind die Arbeiten in den letzten Zügen, am 29. September wird der Kreisverkehr freigegeben, sodass sie dann eine Umleitung weniger in ihrem geistigen Navi speichern müssen. Auch in den Baustellen der Berliner und Sonnewalder Straße laufen die Arbeiten planmäßig.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

als am 6. September unsere Bundeskanzlerin auf dem Marktplatz bei einer Veranstaltung des Bundesverbandes der CDU zu Gast war, gab es viele Proteste, die teils auf eine sehr undemokratische Art geschahen. Das Bild, das in den Tagen danach von unserer Stadt durch die nationale und sogar internationale Presse ging, war furchtbar und beschämend. Das viele von denen, die dort pfiffen, buhen und brüllten nicht aus Finsterwalde kommen, wissen diejenigen die diese Bilder im Fernsehen sehen leider nicht. Das Bild, das am 6. September von unserer Stadt erzeugt wurde – das sind wir nicht - Wir sind weltoffen und demokratisch. Wir sind Sängerstadt, keine Pfeifen und Schreihälse. Am 24. September finden die Wahl für den hauptamtlichen Bürgermeister in unserer Stadt und die Wahl zum nächsten deutschen Bundestag statt. Den vielen Wahlhelfern möchte ich an dieser Stelle bereits jetzt für ihren Einsatz danken. Ich ermutige Sie, nehmen Sie Ihr demokratisches Recht wahr und nutzen Sie die Chance, Ihre politische Meinung so auf demokratische Art zum Ausdruck zu bringen.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe