Informationen August 2017

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

nach und nach neigt sie sich dem Ende: die Ferienzeit. Für die Schülerinnen und Schüler unserer Stadt beginnt am 4. September ein neues Schuljahr, für manche unter ihnen wird es das erste sein. Die Aufregung ist sicher groß, manch einer ist voller Vorfreude hofft auf eine prall gefüllte Zuckertüte, andere sind vielleicht noch etwas skeptisch. Erfahrungsgemäß verschwindet die Zurückhaltung aber innerhalb der ersten Schultage, in denen so viele neue Eindrücke auf unsere ABC-Schützen einprasseln, dass gar keine Zeit mehr bleibt, die Zeit im Kindergarten zu vermissen. Gespannt auf den neuen Lebensabschnitt ihrer Kinder, sind aber auch die Väter und Mütter. Wenn Sie am 2. September die Einschulung Ihres Kindes feiern, wird Ihnen einmal mehr bewusst werden, wie schnelle die Zeit verfliegt und wie stolz sie auf Ihren Nachwuchs sein können. Für diesen Tag wünsche ich Ihnen alles Gute, genießen Sie ihn – schon bald sitzen Sie dann beim Abschlussfest der Grundschule.

Buntes Treiben in unserem Tierpark

Obwohl unser Tierpark konstant gut besucht ist: der August war doch ein ganz außergewöhnlicher Monat. Die schönen sonnigen Tage während der Ferien lockten viele Familien. Am 23. Juli durften wir außerdem die vielen Tierpaten zu einem Fest begrüßen und ihnen auf diesem Wege für ihre Unterstützung danken. Dazu kamen annähernd 250 Seniorinnen und Senioren, die unserer Einladung zum diesjährigen Seniorentreffen in den Tierpark gefolgt waren. Sie wurden musikalisch bestens unterhalten und konnten dabei Kaffee und Kuchen genießen. Über 2000 Besucherinnen und Besucher konnten wir uns dann am 6. August freuen. Zum Tierparkfest waren sie aus der ganzen Region gekommen, die neuen Attraktionen unseres Tierparks haben sich herum gesprochen. Ob im neuen Café, bei einem Rundgang entlang der neu errichteten Lerntafeln oder beim Beobachten der vielen Jungtiere – für jeden ist etwas dabei.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

nicht nur im Tierpark, auch im Rest des Stadtgebietes steht in den nächsten Wochen einiges an. Obwohl wir 2017 kein „Sängerfestjahr“ haben, wird am letzten Augustwochenende so einiges auf unserem Marktplatz zu sehen sein. Dort veranstalten 17 kleine Brauereien aus dem gesamten Bundesland das 4. Brandenburger Brauereitreffen. Neben all den Verkostungen gilt es auch die nächste Brandenburgier Bierkönigin zu wählen. Der Verein zur Förderung Brandenburger Klein- und Gasthausbrauerein und regionaler Infrastrukturen e.V., der die große Feier um den Gerstensaft organisiert, hat dazu eigens Ex-Boxprofi Axel Schulz eingeladen. Mit dabei ist auch unser Finsterwalder Braumeister Markus Klosterhoff – wir dürfen gespannt sein.

Der nächste Termin im Veranstaltungskalender ist dann das Straßenfest in der Berliner Straße, wobei wir dieses Ereignis auch liebevoll „Baustellenparty“ nennen. Die Arbeiten laufen bisher nach Zeitplan, sodass wir immer noch hoffen dürfen, unseren Fertigstellungstermin am 1. Advent halten zu können. Dann geht für die ansässigen Händlerinnen und Händler eine schwierige Phase voller Entbehrungen zu Ende. Um ihnen für ihr Verständnis zu danken, aber auch um das Augenmerk auf unsere städtischen Händler und Geschäfte in dieser Straße zu richten, wollen wir Sie, liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder, am 8. September in die Geschäfte locken und natürlich auch ein wenig feiern. Die Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule werden sich präsentieren, die ansässigen Unternehmen bieten Verpflegung und verschiedene Programmpunkte – sicher freuen sie sich über jede und jeden, der sich das Treiben anschaut.

Nur zwei Tage später darf ich Sie zum Tag des offenen Denkmals einladen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“ steht. 15 Denkmäler im gesamten Stadtgebiet sind an diesem Tag geöffnet. In den vergangenen Jahren fand das Angebot, die Geschichte unserer Stadt hautnah zu erleben und zu entdecken, immer großen Anklang. Ich würde mich freuen Sie auch in diesem Jahr zahlreich an den verschiedenen Plätzen begrüßen zu können. Bereits im vergangenen Jahr durften wir ein den Tag mit einem tollen Abschlusskonzert in unserer künftigen Stadthalle ausklingen lassen. In diesem Jahr darf ich Sie letztmalig in die Shedhalle der alten Tuchfabrik in der Oscar-Kjellberg-Straße einladen, bevor dort im nächsten Herbst hoffentlich die Bauarbeiten beginnen. Die jungen Talente der Kreismusikschule werden uns mit ihrer Musik verwöhnen und damit auf künftige Konzertabend in unserem Kulturzentrum einstimmen.

Die Vorfreude darauf wird durch die positiven Rückmeldungen aus Potsdam und Berlin bestärkt, die uns in den vergangenen Tagen erreichten. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stimmt uns bei einem Koordinierungsgespräch Mitte Juli im Hinblick auf zu beantragende Fördermittel optimistisch. Außerdem hat das Kabinett des Landes Brandenburg die Arbeit der regionalen Wachstumskerne im Land gewürdigt und dabei auch zwei Projekte im Regionalen Wachstumskern, beide hier bei uns in der Sängerstadt bestätigt: die Aufwertung des Bahnhofs als Mobilitätsknotenpunkt und die Sanierung des Industriedenkmals „Textilfabrik Carl Schaefer“, das zum Kultur-, Kunst- und Kongresszentrum ausgebaut wird. „Die Wachstumskerne in Brandenburg bleiben im Aufwind. Sie entwickeln und vermarkten sich immer erfolgreicher als attraktive Innovations- und Investitionsstandorte mit klarem Profil. Und sie sind weiterhin die wichtigsten Arbeitsmarkzentren im Land.“ Das erklärte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber am 25. Juli in Potsdam. Zuvor hatte das Kabinett den im Wirtschaftsministerium erarbeiteten neuesten Bericht „Stärkung der Regionalen Wachstumskerne“ beschlossen und damit zehn weitere Projekte in acht regionalen Wachstumskernen bestätigt, dass gleich zwei darunter gleich zwei Finsterwalder Projekte sind, freut mich natürlich sehr. Diese beiden positiven Signale zeigen, dass es sich gelohnt hat und weiter lohnen wird, Zeit und Kraft dafür zu investieren.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

es gibt viel zu tun – das sehen Sie an unseren Straßen, von denen ein beträchtlicher Teil im Laufe der letzten Wochen und Monate saniert wurde und noch saniert wird. Manch einer von Ihnen wird sicher schon einmal laut geflucht haben, wenn plötzlich wieder eine andere Route auf dem Weg zur Arbeit, in die Schule oder zum Einkaufen eingeschlagen werden musste. Für Ihr Verständnis, dass meine Kollegen und ich in den vergangenen Wochen erfahren durften, danke ich Ihnen schon jetzt. Wir sind noch nicht fertig, aber gerade die Berliner Straße nimmt langsam Form an. Auch in der Sonnewalder geht’s Richtung Kaufland ordentlich voran. Die Umleitungsstrecke über die Fritz-Reuter-Straße oder die Beethovenstraße ächzen unter der momentanen Verkehrslast. Hier zeigt sich der Wunsch nach einem Ausbau, den wir mit den Anwohnern und den gewählten Abgeordneten zukunftsgewandt diskutieren werden. In der Leipziger Straße ist der nächste Bauabschnitt bis in Richtung Sparkassenkreuzung angegangen worden, sodass wir optimistisch sind, bis zum 1. Advent die Arbeiten abschließen zu können.

Das zeigt mir und sicher auch Ihnen: unsere Stadt wird wieder ein wenig schöner. Es gibt also nicht nur viel zu tun, sondern auch vieles, auf das man sich freuen kann. Zu all diesen Gelegenheiten lade ich Sie herzlich ein – bleiben Sie ihrer Sängerstadt gewogen, auch wenn sie Sie manchmal über ganz ungewohnte Wege an Ihr Ziel führt.

 

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister

Jörg Gampe