Brand im Haus der Freundschaft/Viktoria

Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr seit 2 Uhr morgens im Einsatz

Es ist durchaus ein Stück Stadtgeschichte, das in der Nacht vom 14. zum 15. September in der Sonnewalder Straße in Flammen stand. Zum Brand im „Haus der Freundschaft“ in der Sonnewalder Straße wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde am 15. September um 2 Uhr morgens gerufen. Da die Ausmaße des Brandes beim ersten Betreten des Gebäudes als enorm eingestuft wurden, wurden um 2:28 Uhr die weiteren Stützpunktfeuerwehren nachalarmiert, sodass zwischenzeitlich knapp 90 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen vor Ort waren.

Weiterhin wurden zusätzliche Drehleitern und Hubretter der Feuerwehren Lauchhammer, Elsterwerda und Großräschen angefordert, die ebenfalls noch vor 3 Uhr morgens eintrafen. Wegen der starken Rauchentwicklung und des Funkenflugs wurde außerdem der ABC-Erkunder aus Schönborn hinzugezogen. Seine Untersuchungen blieben ergebnislos, sodass in dieser Hinsicht Entwarnung gegeben werden konnte. Dennoch wurden 15 Personen, deren Wohnungen sich in unmittelbarer Nähe in der Sonnewalder Straße oder dem Gröbitzer Weg befinden, evakuiert und bei Verwandten und Bekannten sowie im Gerätehaus der Feuerwehr Stadtmitte untergebracht. Gegen 6 Uhr morgens konnten die betroffenen Personen zurück in ihre Wohnungen, dennoch wiesen die Kameradinnen und Kameraden vor Ort die Nachbarschaft darauf hin, Fenster und Türen wegen des starken Rauchs geschlossen zu halten.

Auch Bürgermeister Jörg Gampe war bereits in der Nacht vor Ort, um sich ein Bild vom Geschehen machen zu können und dankt zum wiederholten Male in dieser Woche den Einsatzkräften: „Die Kameradinnen und Kameraden haben wie immer hervorragend und schnell gearbeitet, um die Sicherheit der Finsterwalderinnen und Finsterwalder zu gewährleisten. Ich danke auch allen hinzugezogenen Wehren aus der Umgebung und Hilmar Thor von der Gaststätte Alt-Nauendorf, der bereits vor 6 Uhr die Frühstücksversorgung der Feuerwehrleute sicherstellte. Es tut sicher vielen Menschen in unserer Stadt weh, dieses schöne Gebäude brennen zu sehen. Wir haben viele Erinnerungen an das Haus der Freundschaft.“

In den frühen Morgenstunden hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle gebracht. „Aufgrund der schlagartigen Durchschlagzündung und der Unzugänglichkeit des Geländes können wir die Löscharbeiten nur über Hubrettungsfahrzeuge durchführen und das Gebäude so kontrolliert abbrennen lassen“, so der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Harnisch. Außerdem fürchte man, dass Teile des Gebäudes aufgrund der massiven Beschädigung einstürzen könnten und habe deswegen einen Statiker angefordert, um das prüfen zu lassen. „Wir danken auch den Einsatzkräften der Polizei, die uns bei der Absicherung der Straßen unterstützen“, betont Stadtbrandmeister Michael Kamenz, hinter dem eine mehr als anstrengende Woche liegt. Erst zu Wochenbeginn hatte es mehrere kleinere Brände im südlichen Stadtgebiet gegeben. „Die Löscharbeiten hier werden wohl noch zum Abend andauern.“ Zur Brandursache ermittelt derzeit die Polizei. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten und die Lösch- und Absicherungsarbeiten nicht zusätzlich zu erschweren

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Paula Vogel
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