Mittel aus Förderrichtlinie für Ärzte in Finsterwalde gut angelegt

Unterstützung sichert Standortfaktor ärztliche Versorgung

Am Dienstag haben Bürgermeister Jörg Gampe und Wirtschaftsförderer Torsten Drescher sich über die Verwendung der Mittel aus der Ärzterichtlinie der Stadt Finsterwalde informiert. Für eine bessere kardiologische Diagnostik hat die niedergelassene Allgemeinmedizinerin und Thoraxchirurgin Dr. Silke Luplow in ein Fahrradergometer investiert, dessen Anschaffung von der Stadt Finsterwalde mit etwa 3.500 Euro unterstützt wurde. „Mit dem Ergometer erweitern wir unsere diagnostischen Möglichkeiten im Sinne unserer Patienten. Die regelmäßige Kontrolle der Herzleistung ist insbesondere für Risikopatienten mit Bluthochdruck oder Diabetes wichtig. Es ist gut, dass ich diese Leistung vor Ort anbieten kann“, sagte Silke Luplow.

Für Dr. Astrid Knöfel hat die Ärzterichtlinie den Start in die neue Praxis erleichtert. Mit Unterstützung der Stadt Finsterwalde in Höhe von etwa 35.000 Euro konnten Umbauarbeiten erfolgen und neue Patientenliegen angeschafft werden. „Auch bei einer Praxisübernahme sind Investitionen nötig. Die Fördermittel haben beim Neubeginn geholfen“, sagte sie. Lange Zeit war Astrid Knöfel im Elbe-Elster-Klinikum tätig. Im Sommer dieses Jahres hat sie die Praxis von Thomas Fritsche übernommen und damit einen nahtlosen Übergang für die Patienten gewährleistet. Den Schritt in die Selbständigkeit habe sie nicht bereut.
„Ich bin sehr froh, dass wir mit unserer Richtlinie Ärzte unterstützen können, die sich in Finsterwalde niederlassen möchten. Eine gute fachärztliche Versorgung gehört zu den wichtigen Standortfaktoren einer Stadt“, sagt Bürgermeister Jörg Gampe.  
Seit dem Jahr 2013 hat die Stadt Finsterwalde finanzielle Mittel für die Ansiedlung von Fachärzten im Haushalt eingestellt. Zu Beginn des Jahres 2016 konnte mithilfe der Förderung erfolgreich ein dringend benötigter Augenarzt für den Standort Südambulanz angeworben werden.

Foto: Dr. Silke Luplow erläutert Bürgermeister Jörg Gampe (rechts) und Wirtschaftsförderer Torsten Drescher die diagnostischen Möglichkeiten des Ergometers.