Mit erstem Spatenstich Bau der B 96-Ortsumfahrung gestartet

Am 23. Mai haben die brandenburgische Infrastrukturministerin Kathrin Schneider, Bürgermeister Jörg Gampe, Amtsdirektor Gottfried Richter und Gerhard Rühmkorf vom Bundesverkehrsministerium den ersten Spatenstich für die Ortsumfahrung der B 96 in Finsterwalde vollzogen. „Für die Bürgerinnen und Bürger der Sängerstadtregion ist das ein lang ersehnter Tag,

denn das Bauvorhaben Ortsumgehung ist bereits seit 25 Jahren in der Planung. Seit 2010 habe ich mich persönlich intensiv um einen Fortschritt des Projektes bemüht. Eine Vermittlung durch den Bundestagsabgeordneten Michael Stübgen hat im Jahr 2011 noch einmal Bewegung in die Sache gebracht. Ich hatte die Möglichkeit, mit dem damaligen Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer über das Projekt zu sprechen. Es erfolgte daraufhin vonseiten des Bundesministeriums der Auftrag an die Landesstraßenbauverwaltung, die strittigen Punkte des Projektes zu klären, was dann endlich geschah. Die Ortsumgehung wird Finsterwalde vom Schwerlastverkehr befreien und weitere städtebauliche Entwicklungsoptionen für die Stadt, aber auch die Sängerstadtregion bieten. Mein Dank gilt auch den Bürgern in der Gemeinde Massen, die in größerem Umfang von der Baumaßnahme betroffen sind“, sagte Bürgermeister Jörg Gampe.
Die neue Bundesstraße beginnt südwestlich am Knotenpunkt Gröbitzer Weg/Massener Straße und verläuft nordöstlich in Richtung Massen. Im Bereich Massen quert die Straße die Bahngleise der Strecke Leipzig-Cottbus. An der Kreuzung am Einkaufsmarkt in Massen schließt die Straße an die vorhandene B 96 an. Die Baumaßnahme umfasst etwa 2,5 Kilometer Straßenneubau mit einem abschnittsweise gemeinsamen Geh- und Radweg, drei Knotenpunkte, einen fünfarmigen Kreisverkehr, eine Lärmschutzwand, einen Lärmschutzwall, zwei Brücken, davon eine über die Bahnstrecke, sowie sechs Amphibiendurchlässe. Der Bund investiert etwa 9,3 Mio. Euro. Die Stadt Finsterwalde und das Amt Massen beteiligen sich mit etwa 300.000 Euro für den Bau von Straßenbeleuchtung und Gehwegen. Verkehrsministerin Kathrin Schneider sagte: „Die neue Straße soll die Innenstadt vor allem vom Schwerverkehr entlasten. Durch die Verlegung wird sich die Lebensqualität deutlich verbessern und die Verkehrssicherheit erhöhen.“ Im Jahr 2018 soll die Ortsumgehung fertiggestellt sein.

 

Foto: v.l.n.r.: Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, MdB Michael Stübgen, Bürgermeister Jörg Gampe, Verkehrsministerin Kathrin Schneider, Gerhard Rühmkorf vom Bundesverkehrsministerium, Amtsdirektor Gottfried Richter

 

 

 

Die Finsterwalder Sängerliedstrophe zur Baumaßnahme

Wir sind die Sänger von Finsterwalde, wir leben und sterben für den Gesang.
Dass wir die Sänger sind, das weiß ein jedes Kind
wir leben und sterben für den Gesang.
Als unsere Väter noch Burschen waren
da pflegten Sie schon das deutsche Lied.
Es sangen Tischler, und auch die Bäcker,
der Lehrer, Amtsrichter, Kaufmann, Schmied.
Die Weber fuhren zum Markt nach Leipzig.
Singvögel nahmen Sie mit ins Land.
Das waren die Sänger von Finsterwalde,
Sie wurden bald in der Welt bekannt.

Mit der Umfahrung für „Gigaliner“
Schafft man Entlastung für unsre Stadt
So bleibn die aufwendig sanierten Straßen,
recht lange haltbar und möglichst glatt.
Selbst die Bewohner des fernen Massens,
komm’n  so ganz leicht an der Stadt vorbei.
Die „Sechsundneunzig“ verbindet Länder,
doch auch die hiesige „Kleinstaaterei“.

Wir sind uns sicher, die Fertigstellung
Wird dann ein ganz tolles Straßenfest.
Zwei neu Brücken, ein Geh- und Radweg,
Amphibiendurchlässe und davon sechs.
Für die Beteiligten ein ganz Stück Arbeit,
wie man es jetzt schon erkennen kann.
Drum feiert heute nicht allzu lange,
greift nun zum Spaten und dann fangt an.