Hauptausschüsse der Städte Sonnewalde und Finsterwalde tagen in Finsterwalde

Bei der vierten gemeinsamen Tagung der Hauptausschüsse der Städte Sonnewalde und Finsterwalde haben Abgeordnete der beiden Städte und Mitarbeiter der Verwaltungen weitere gemeinsame Schritte im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit festgelegt. Auf beiden Seiten bestehe der Wille zur Kooperation mit dem möglichen Ziel einer Verwaltungszusammenführung. „Bevor wir allerdings darüber reden, sollten wir zunächst schauen, an welchen Stellen wir schon jetzt effektiv zusammenarbeiten können“, sagte Bürgermeister Jörg Gampe und verwies auf den seitens der Stadt Finsterwalde vorbereiteten Vertrag für die Zusammenarbeit im Bereich des Standesamtes. Um das Projekt auf den Weg zu bringen, ist die Bildung einer Arbeitsgruppe verabredet worden, die aus den beiden Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Mitglieder der Fraktionen und Mitarbeitern der beiden Städte bestehen wird.


Bei einer Baustellenbesichtigung konnten sich die Ausschussmitglieder einen Eindruck vom  künftigen Trauzimmer im Finsterwalder Schloss verschaffen.
Eines der beherrschenden Themen der Sitzung war die Wasser- und Abwasserproblematik in Sonnewalde, dessen Lösung Teil der Diskussion bei einem möglichen Zusammenschluss sei. Die Stadt Sonnewalde hatte sich bereits Rat bei den Sachverständigen im Entwässerungsbetrieb und den Finsterwalder Stadtwerken geholt. Gegenwärtig befinden sich die Stadt Sonnewalde und der Trink- und Abwasserzweckverband in einem Mediationsverfahren, um die Kommunikation zwischen beiden Parteien zu verbessern. Ein weiteres Gutachten eines unabhängigen Büros zur Leistungsfähigkeit und zum Betrieb des Klärwerks in Münchhausen wird demnächst erwartet. Darüber informierte der Leiter des Ordnungsamtes Tino Lehmann. Die Stadt Finsterwalde stünde generell als Partner und Hilfeleistender zur Verfügung. Das dürfe aber keine Mehrbelastung der Finsterwalder Bürger zur Folge haben, so der Tenor der Finsterwalder Abgeordneten im Hauptausschuss. Diese Sorge wolle man den Finsterwaldern nehmen. Es sei allen klar, dass die ländlichen Strukturen andere Beiträge und Gebühren im Wasser- und Abwasserbereich verursachen, betonte Martin Petschick, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Sonnewalde.
Des Weiteren informierte Bürgermeister Jörg Gampe über den Sieg der Bewerbung beim Stadt-Umland-Wettbewerb und verwies darauf, dass es der einmaligen gemeinsamen Aktion aller Städte und Gemeinden im Elbe-Elster-Kreis mit privaten Partnern und dem Job-Center zu verdanken sei, dass 18 Mio. Euro Fördergeld in die Region fließen werden.
Mit der Verabredung zu weiteren regelmäßigen Zusammenkünften sind die Vertreter der beiden Städte auseinandergegangen.