Braucht Finsterwalde eine Stadthalle?

 

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder, liebe Mitbürgerinnen in der Sängerstadtregion,

braucht Finsterwalde eine Stadthalle? Diese Frage bewegt die Finsterwalderinnen und Finsterwalder schon eine geraume Zeit. Genauso konkret formuliert stand sie ganz am Anfang unseres Bürgerbeteiligungsprozesses im Jahr 2011.

Sie ist von Bürgern und Abgeordneten dieser Stadt mit JA beantwortet worden. Auch ich bin felsenfest davon überzeugt, dass eine Kongress- und Veranstaltungshalle oder auch Stadthalle für Finsterwalde im zunehmenden Wettbewerb der Regionen von immenser Bedeutung ist. 2030 wird niemand mehr über den Elbe-Elster oder den OSL-Kreis reden. Regionalmarken wie der Spreewald, das Seenland, das Havelland oder die Sängerstadtregion, mit Finsterwalde als Sängerstadt an der Spitze, werden zunehmend um Einwohner, Investoren, vor allem um Fachkräfte und Touristen werben. Daher gilt es auf allen Ebenen der Stadtentwicklung, der Daseinsvorsorge, des Kultur- und Bildungslebens die Marke Sängerstadt- und auch die Sängerstadtregion zu präsentieren, auszubauen, zu profilieren und fortzuentwickeln. Die Thematik Stadthalle ist da nur ein weiterer Baustein, neben vielen anderen. Dies sahen im Übrigen die Abgeordneten 2009 genauso, als das zukünftige Entwicklungsthema Stadthalle im überarbeiteten Stadtentwicklungskonzept verortet und mit breiter Mehrheit beschlossen wurde. Mit einer Stadthalle eröffnet sich der Stadt die einmalige Chance, die städtebauliche und auch gesellschaftliche Mitte zu stärken und einen integrativen Ort zu schaffen, von dem auch die umliegenden Städte und Gemeinden profitieren werden. Die Stadthalle als Identität stiftender Ort der Gemeinschaft und der Kultur, bietet eine breite Palette an Veranstaltungen und Nutzungen. Finsterwalde war mit dem Haus der Freundschaft mehr als ein Jahrhundert lang Anbieter von Kunst, Musik und Kultur. Die Gäste kamen aus der gesamten Region. Auch heute gelingt das: Das Sängerfest zieht Zehntausende Gäste an und mit dem Kammermusik Festival haben wir an diese Tradition angeknüpft. Lassen Sie uns weiter daran arbeiten und mit dem bemerkenswerten Entwurf von Jürgen Habermann inmitten unseres Stadtzentrums auf unsere reiche und interessante Industriekultur hinweisen.

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe