„Salaspils iela“ entlastet den Stadtkern und stärkt die Städtefreundschaft

Gleich zwei Bürgermeister freuten sich am 7. Dezember gemeinsam über die feierliche Freigabe und Benennung der „Salaspils iela“ (lettisch für: Salaspilser Straße). Neben Bürgermeister Jörg Gampe, der die gute Arbeit der Baufirmen ausdrücklich lobte, fand auch Salaspils‘ Bürgermeister Raimonds Curdas viele Dankesworte und nannte die Benennung „eine große Ehre“. Gemeinsam enthüllten sie das Straßenschild. Auch der Verleihung der Louis-Schiller-Medaille am Folgetag wohnten die lettische und eine französische Delegation um Bürgermeister Jean-Pierre Bosino, dem Schillermedaillenträger Michel Ringenbach und seinem Nachfolger als Präsident des Partnerschaftsvereins, Benjamin Benoist, bei.

Die Gesamtkosten für das Gemeinschaftsprojekt der Stadt, des Entwässerungsbetriebes der Stadt Finsterwalde und der Stadtwerke Finsterwalde GmbH betrugen 3,95 Mio. Euro. 1,4 Mio. Euro, also circa 50 % der förderfähigen Ausgaben wurden dabei mit Fördermitteln zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden des Landes Brandenburg – Teil kommunaler Straßenbau -  (Rili KStB Bbg 2016) gedeckt.

Die Arbeiten begannen am 15. Oktober 2015 und endeten bereits am 25. November 2017, sodass die Finsterwalder die Straße bereits weit vor der feierlichen Freigabe „längst schon mit’s Auto drauf“ fuhren, wie es die vier Sänger in ihrer der Straße gewidmeten Sonderstrophe des Sängerliedes ausdrückten.

Die Straße ist insgesamt 1,3 Kilometer lang, beginnend am „Stadtwerke-Kreisel“ und endend am Kreisverkehr in der Grenzstraße. Der Neubau einer Stadtstraße auf der Trasse der ehemaligen Industriebahn der Stadt Finsterwalde bringt eine deutliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse für das Stadtzentrum. Denn durch die Reduzierung des Innenstadtverkehrs und die damit verbundene Reduzierung der Schall- und Schadstoffemission haben es vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner in der Cottbusser Straße und am Langen Damm nun ruhiger, freute sich Bürgermeister Jörg Gampe.

Zwar hat niemand eine offizielle Wohnanschrift, die sich nun in „Salaspils iela“ ändert, dennoch konnten Grundstücken innerhalb des B-Planes an die neue Straße neu erschlossen werden. Auch die Versorgungsmedien wurden durch die Stadtwerke neu verlegt. Dazu kommen die Erneuerung und Erweiterung der Misch- und Regenwasserkanalisation im Bereich der Einmündungsbereiche zum Langen Damm und zur Grenzstraße, eine neue Straßenbeleuchtung und ein Fuß- und Radweg, der bereits viel gelobt wurde – kurzum: „alles, was dazu gehört“.

Nach der Rue de Montataire (Frankreich) und Finspångsgatan (Schweden) hat die Sängerstadt nun auch die lettische Partnerstadt mit einem Straßennamen fest im Stadtplan verankert. Auch die Aussprache des Namens ist nach ein paar Mal üben deutlich einfacher als gedacht, schließlich ging „südliche Stadtkernentlastungsstraße“ ja auch nicht immer einfach über die Lippen und an die anderen beiden, nach den Partnerstädten benannten, Straßen habe man sich auch gut gewöhnt.