Der erste Maibaum der Region steht in der Sängerstadt

Mehr als pünktlich haben die Handwerker des Kammerbezirks erneut zum traditionellen Aufstellen des Maibaums auf dem Finsterwalder Marktplatz geladen. Durch reine Manneskraft wurde der gewaltige Stamm emporgehoben. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Stadt waren gekommen, um sich das Treiben anzuschauen. Neben dem Höhepunkt des Tages gab es auch ein bunt gefächertes musikalisches Programm zu erleben. Die Kita Betten begrüßte den Wonnemonat schon im Voraus mit einigen Frühlingsliedern, der TSC FInsterwalde zeigte einen traditionellen Maibaumtanz und auch der Posaunenchor der Handwerker spielte zur Feier des Tages.

Begrüßt wurden alle Gäste von Moderator Torsten Hannemann, der durch das Programm führte und über das Brauchtum des Maibaumaufstellens informierte. Auch Jürgen Riecke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Elbe-Elster, begrüßte und erklärte die Kluft der etwa 30 Zimmerleute fachmännisch. Bürgermeister Jörg Gampe dankte vor allem der Organisatorin Ellen Lösche und warb für die Handwerksberufe als attraktives Berufsfeld mit Zukunft. Am Maibaum angebracht waren die Wappen der verschiedenen Innungen, aber auch eines der Sänger von Finsterwalde, der Stadt Finsterwalde und der Sparkasse, die das Event regelmäßig unterstützt. Die insgesamt 16 angebrachten Wappen erhöhten das zu stemmende "Baumgewicht" nicht unerheblich und so war Teamgeist und Koordination der Handwerker gefragt. Trotzdem konnte diese wichtige Aufgabe innerhalb weniger Minuten und ohne vorherige Probe gemeistert werden, für einige war es das erste Maibaumstellen überhaupt. Gefeiert wurde der Erfolg standesgemäß mit dem Zimmermannsklatsch.

Pfarrer Markus Herrbruck spendete seinen Segen für den aufgestellten Maibaum und erinnerte dabei auch an den "Blick nach oben". Er warb für Weltoffenheit, Menschlichkeit und Toleranz und richtete diese Worte an die Teilnehmer der Demonstration am Samstag. Die Gäste des Nachmittags werden sich dem sicher anschließen, so wie beim traditionellen Maibaumstellen mögen die Sängerstädter ihren Markt am liebsten: voller verschiedener Menschen, heiter und mit Musik.